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Remscheid
Fürs Leben gelernt

Remscheid: Fürs Leben gelernt
Sportler, Künstler oder Naturwissenschaftler - wer kann sich durchsetzen? Das Theaterstück der Leibniz-Gymnasiasten hat die Antwort. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Das Theaterstück "Coco Superstar" hat eine wichtige Botschaft für die Schauspieler und Zuschauer. Von Anna Mazzalupi

Ein Popstar kommt in die Stadt, um ein Konzert zu geben. Das sorgt natürlich für Aufregung. Erst recht, als einer der Schüler die Chance hat, Backstage zu kommen. Die Geschichte ist der Stoff für die diesjährige Musical-Aufführung der fünften Klassen des Leibniz-Gymnasiums. Seit Schuljahrbeginn probten die neuen Gymnasiasten im Deutsch-, Musik- und Kunstunterricht an dem Stück "Coco Superstar". Heraus kam eine unterhaltsame Stunde mit Musik, Tanz und Schauspiel, die vor den Herbstferien in der Aula präsentiert wurde. Die Texte stammen von Sandra Engelhardt, die poppige und gängige Musik von Martin Maria Schulte.

Die Handlung der 14 Szenen: Die Direktorin und die Lehrerin können sich nicht entscheiden, wen sie als Repräsentanten der Schule zum Treffen mit dem Popstar schicken sollen. Da der Zensurenspiegel keine eindeutige Grundlage bietet, soll eine Art Casting die Entscheidung bringen. Die Jugendlichen finden sich in Gruppen zusammen: Sportler, Naturwissenschaftler, Künstler und Sprachbegabte geben alles, um das begehrte Ticket zu ergattern.

Verpackt in die Handlung des Kampfes der Schüler um ein Treffen mit ihrem Star, thematisiert das Stück auch zentrale Themen, die die Jugendlichen in der Zeit am Gymnasium beschäftigen werden: Noten- und Leistungsdruck, Gruppenzwang, Außenseitertum und die Erwartungen anderer, denen man versucht, gerecht zu werden. Aber auch der Selbstfindungsprozess, die Bedeutung von Träumen und die Vorteile einer vielfältigen Gemeinschaft umfasst das Musical.

So hat die Tradition die Neulinge gleich zweifach gestärkt: Zum einen lernten sich die Schüler bei den Proben untereinander besser und von einer anderen Seite kennen. Und zum anderen erhielten sie durch die Themen des Stücks eine gute Lösung, wie man die Tücken der Pubertät gemeinsam überwinden kann. Zum Schluss des Stückes erkennen die Schüler nämlich, dass sie sich nicht rivalisieren müssen und die Unterschiedlichkeit der Charaktere auch von Vorteil sein kann. Daran trägt auch nicht zuletzt Hausmeister Müller seinen Anteil, der statt der Auslosung für den Backstage-Pass eine Überraschung für seinen Geburtstag vermutet. Im Gegenzug hat er eine exklusive Live-Übertragung für die Schule organisiert, sodass am Ende alle fröhlich zusammen feiern. Die Klassen erhielten von Eltern und Familie viel Beifall für ihre große Leistung. Außerdem gab es auch eine Vorstellung für die Grundschüler der Schule Eisernstein.

Quelle: RP
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