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Remscheid
Ganz großes Kino für die Ohren

Remscheid. Der Chor Mixed Generations gab in der Lutherkirche ein Konzert zugunsten der Kirchensanierung. Das Publikum war vom Programm begeistert. Von Hagen Thiele

Beifall, Beifall und auch immer wieder Jubel hallte dem Chor "Mixed Generations" am Sonntagabend in der Lutherkirche bei einem Benefizkonzert entgegen. Die Einnahmen verwendet die Gemeinde zur Sanierung der Kirche. Auf dem Programm standen in erster Linie Gospel-Stücke, aber auch Lieder aus Pop, Rock und Film, die als Werke für einen Chor ebenfalls zu gefallen wussten.

Genauso glänzend wie das inzwischen renovierte Turmdach der Lutherkirche präsentierte sich der Chor vom ersten Song an. Mit "Let the Praise begin" wartete vertonte Lebensfreude auf die Besucher. Der glasklare, helle Gesang der Chormitglieder passte dazu hervorragend. Passend zeigte sich auch die festliche Kulisse des Kirchenschiffes beim folgenden "Come, let us sing". Der Titel verbreitete eine feierliche Stimmung und zeigte dabei, dass der Chor - unter Leitung von Christoph Spengler, der am Klavier begleitete - einen exzellenten Tag erwischt hatte. Die Töne saßen, die Emotionalität war spürbar.

Lieder wie das ruhige und tröstliche "In the Presence of the Lord" entfalteten dadurch Gänsehaut-Potenzial. "Jesus died alone" stand dem in nichts nach und packte die zahlreich erschienenen Besucher derart, dass sie das Lied erst einmal einen Moment wirken lassen mussten, bevor der Beifall folgte. Natürlich fehlten auch Gospel-Klassiker wie "At the Riverside" nicht, die als zeitlose Lieder immer wieder aufs Neue eine eigene Faszination ausüben.

Doch das Programm war abwechslungsreich, es standen auch einige Stücke auf dem Plan standen, die in eine andere Richtung gingen. Einer der Höhepunkte war das Queen-Cover "Bohemian Rhapsody", für das es am Ende lauten Applaus und Jubel gab.

"Man könnte meinen, Sie mögen Queen", sagte Pfarrer Ulrich Wester, der durch den Abend führte. Den Nerv des Publikums traf aber auch der deutsche Titel "Am Ende eines Auswegs". Das ohnehin gefühlvolle Lied gewann durch die emotionale Stimmung in der Kirche noch einmal an Intensität und entpuppte sich als ganz großes Kino für die Ohren.

Nicht als emotionales Schwergewicht, sondern vielmehr als leichtfüßige Swing-Nummer präsentierte sich "Swinging the Night away". Der tänzelnde Rhythmus und die Extra-Portion guter Laune übertrugen sich rasch auf die Besucher, von denen sich einige im Takt hin und her wiegten.

Manch einer hatte die Melodien der Lieder sogar noch nach dem Konzert im Ohr und summte sie auf dem Weg hinaus vor sich hin.

Quelle: RP
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