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Remscheid
Ganz klassisch - Walzer und Filmmusik

Remscheid: Ganz klassisch - Walzer und Filmmusik
Nicht wie sonst in der Wagenhalle, sondern im Teo Otto Theater ging das Dankeschön-Konzert der Stadtwerke mit den Symphonikern über die Bühne. FOTO: Moll
Remscheid. Beim Stadtwerke-Konzert im Teo Otto Theater zeigten die Bergischen Symphoniker einmal mehr ihre Vielseitigkeit. Von Stefanie Bona

Kostenloser Ohrenschmaus mit den Bergischen Symphonikern - die Remscheider Stadtwerke hatten ihre Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeiter und Remscheider Bürger eingeladen. Weil der Unternehmensverbund im Sommer ein großes Familienfest auf seinem Gelände gefeiert hatte, verzichtete er diesmal auf einen Umbau der Busgarage und verlegte das nunmehr 14. Dankeschön-Konzert ins Teo Otto Theater. Dort spielte das bergische Orchester am Samstag zwei Mal auf, um allen Kartenwünschen gerecht zu werden.

"Welcome to the Classics" war der Auftritt diesmal überschrieben. Dem Ambiente des Spielorts angemessen, setzte das von Generalmusikdirektor Peter Kuhn ausgewählte Programm nicht ganz so auf Popularität wie zuvor die Konzerte in der von Beton und Stahl dominierten Wagenhalle. Vielmehr prägten vielfach eher leisere Töne die Vorstellungen am Nachmittag und Abend. Die bekanntesten Stücke waren der mit Verve gespielte Straußsche "Kaiserwalzer" und der pittoreske Blumenwalzer von Tschaikowsky, die den ersten und zweiten Programmteil vor und nach der Pause eröffneten. Mal im beschwingten Forte, mal ein wenig zarter walzerte es durchs Theater.

Romantisch ging's mit der Musik von Craig Armstrong zum Kinostreifen "Love actually" und Debussys "Claire de Lune" aus "Ocean's Eleven" zu. Beide Werke zeigten, wie gut sich sinfonische Klänge als Filmmusik eignen, um die entsprechenden Emotionen zu wecken. Einen spätromantischen Sommerabend beschreibt Frederick Delius' Stück "Summer Evening", in das sich die Flöte wie ein singender Vogel anschmiegt.

Eine optimale Programmergänzung bildeten die Beiträge von Bandoneon-Spieler Rocco Heins, der beim Stadtteilkonzerten der Bergischen Symphoniker vor der Sommerpause in Lüttringhausen bereits das Auditorium begeistert hatte. Bei den dargebotenen Tangos waren die Streicher gefragt, die einen einfühlsamen Klangteppich für das Spiel des Solisten bildeten. Hinreißend Astor Piazollas Hommage an seinen Vater "Adios Nonino" und für den berühmten Libertango mit seinen treibenden Streichersequenzen gab's erste Bravi.

Spielfreudig am Vibraphon präsentierte sich Simon Roloff, der die prägenden Klänge zu Mikael Tariwerdijews Musik zum Film "Ironie des Schicksals" lieferte und zudem als frisch gebackener Vater einen Extra-Applaus der Konzertgäste erhielt.

Insgesamt gerade in künstlerischer Hinsicht ein glänzender Auftritt der Symphoniker, die ihre Vielseitigkeit erneut unter Beweis stellten. Peter Kuhn moderierte wie gewohnt unterhaltsam, informativ und geizte auch nicht mit der einen oder anderen Anekdote, um die Hintergründe der Stücke und ihrer Komponisten zu beleuchten.

So gab es viel Applaus - und herzliche Dankesworte an die Symphoniker kamen von Stadtwerke-Chef Professor Thomas Hoffmann für einen neuerlichen Kulturgenuss, diesmal in Remscheids Stadttheatersaal.

Quelle: RP
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