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Remscheid
Gastronomie beklagt weniger Umsatz

Remscheid: Gastronomie beklagt weniger Umsatz
Trotz einiger heißer Tage in Remscheid fehlten den Gastronomen am Ende des Sommers genügend Gäste in den Außenbereichen. FOTO: Moll, Jürgen
Remscheid. Wegen des schlechten Wetters blieben viele Außenbereiche leer. Den Betreibern fehlen Einnahmen aus zwei Monaten. Von Tim Specks, Mohamed Amouri und Elias El Asmi

Ein Cappuccino in der Mittagssonne oder ein kühles Bier nach Feierabend im Biergarten - normalerweise lockt der Sommer ausreichend Restaurant-Besucher auf die Terrassen und in die Außenbereiche der Remscheider Gastronomie-Betriebe. In diesem Jahr aber war alles ein bisschen anders. Weil der Sommer verhältnismäßig trüb - und vor allem kurz - ausfiel, blieben viele Plätze vor Cafés, Restaurants und Eisdielen leer. Die Folge: Einige Gastronomen beklagen wegen des insgesamt schlechten Wetters der vergangenen fünf Monate Umsatzeinbußen.

"Die Saison hat in diesem Jahr relativ spät angefangen", erklärt Markus Kärst, Remscheider Vorsitzender der Dehoga Nordrhein. Normalerweise gehe das Sommer-Geschäft bereits im Mai los. In diesem Jahr hingegen habe das Wetter erst ab Mitte Juli dafür gesorgt, dass sich Kunden auch in den Außenbereichen niederließen - somit fehlen zusätzliche Einnahmen aus rund zwei Monaten. Das berichteten Kärst viele Kollegen aus ihren Betrieben, aber auch in seinem eigenen Restaurant im Hotel Kromberg bekam er die Auswirkungen zu spüren: "Wir haben schon gemerkt, dass die Monate Mai und Juni von den Besucherzahlen her schlechter waren als üblich."

Deutliche Umsatzeinbußen bekam auch Salvatore Lerose, Initiator des Löwenstrands, zu spüren. "Der Rückgang der Besucherzahlen war enorm", sagt Lerose. Seien im vergangenen Jahr noch rund 6000 Menschen zum Löwenstrand gekommen, waren es 2016 nur noch etwa 1000. Der Löwenstrand ist somit ein prominentes Beispiel für Gastronomien, die in hohem Maß vom Wetter abhängig sind. "Man kann die besten Künstler holen - wenn das Wetter nicht mitspielt, hat man als Betreiber keine Chance auf ausreichend Umsatz." Um für regnerische Sommer-Tage im nächsten Jahr gewappnet zu sein, könnte sich Lerose eine teilweise Überdachung des Platzes vorstellen: "Das wäre eine große Hilfe."

Ahmed Benhamou Lachiri, Betreiber des Café Andalus auf der Alleestraße, ist dagegen mit dem Sommer-Geschäft in seinem Betrieb insgesamt zufrieden: "Alles ist gut verlaufen - man muss immer positiv denken", sagt er,

Ähnlich sieht das auch Markus Kärst. "Wir jammern natürlich auf hohem Niveau. Es sind keine Jobs in Gefahr oder ähnliches - es hätte nur einfach ein bisschen besser laufen können." Wie die Sommer-Bilanz letztlich genau ausfällt, lasse sich erst Ende September sagen. "Die Saison in der Außengastronomie könnte in diesem Jahr vielleicht sogar etwas länger andauern als üblich. Die Einbußen aus den ersten beiden Monaten werden wir aber kaum noch aufholen können."

Quelle: RP
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