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Remscheid
Gastronomie muss um gute Köpfe kämpfen

Remscheid. Der "Azubi-Endspurt" läuft: Noch sind 90 Ausbildungsplätze in Remscheid unbesetzt. Umgekehrt registriert die Arbeitsagentur 166 junge Menschen, die noch einen Ausbildungsbetrieb suchen, um in ihren Wunsch-Job starten zu können. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. Die Nachwuchssuche gehe quer durch die Berufswelt. Einige Branchen müssten sich beim "Kampf um gute Köpfe" allerdings etwas mehr anstrengen: Dazu gehöre das Bäcker- und Fleischerhandwerk. Ebenso die Hotel- und Gastronomie-Branche, diese suche noch elf Nachwuchskräfte.

Die NGG Düsseldorf-Wuppertal verwundert das nicht: "Jugendliche wissen, dass sie hier keine Standard-Arbeitszeit bekommen. Die Brötchen werden nun mal früh gebacken. Und in der Gastronomie wird es abends spät. Die Branchen bieten eine gute Ausbildung und tolle Jobs. Es kommt deshalb darauf an, Jugendliche durch deutlich attraktivere Arbeitsbedingungen vom Nahrungsmittelhandwerk und von der Gastronomie zu überzeugen", sagt NGG-Geschäftsführer Torsten Gebehart. Die Gewerkschaft lasse hier nicht locker und trete mit Nachdruck für ein besseres Image der Branchen ein, das insbesondere durch höhere Löhne und attraktivere Regelungen bei der Arbeitszeit erreicht werden müsse. Enorm wichtig sei zudem ein gutes Betriebsklima - und eine "klare Linie" gegen ausbildungsfremde Arbeiten. Der neue DGB-Ausbildungsreport lege offen, dass etwa jeder zehnte Azubi zu Arbeiten verdonnert wird, die nicht zur Ausbildung gehören.

(BM)
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