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Remscheid
Gedig ist Mitgründer der WerteUnion

Remscheid. Remscheider ist Ansprechpartner für das Bergische. Rückbesinnung auf konservativere Werte als Ziel.

Sie steht für eine Rückbesinnung auf eine konservativere CDU, setzt sich vom liberaleren Kurs der Kanzlerin etwa in der Flüchtlingspolitik klar ab. Im März diesen Jahres wurde der Bundesverband der "WerteUnion - Freiheitlich Konservativer Aufbruch in der CDU" aus der Taufe gehoben. In kürzester Zeit wurden sieben Landesverbände gegründet, darunter auch in Nordrhein-Westfalen.

Mit dem 28-jährigen Roland Gedig gehört auch ein Remscheider zu den Gründungsmitgliedern. Er ist Mitglied des Bundes- und Landesvorstands, betreut dabei den Fachbereich Innere Sicherheit und Mitgliederentwicklung und ist Ansprechpartner für das Bergische Städtedreieck.

Sein Ziel: Wertkonservative sollen sich auch in Remscheid, Solingen und Wuppertal vernetzen können. Für die Mitgliedschaft in der WerteUnion ist ein CDU/CSU-Parteibuch oder Mitgliedschaft einer Unionsvereinigung (Senioren Union, Junge Union, Frauen Union, MIT, etc.) notwendig. Veranstaltungen in Bergischen Land seien in der Planung berichtet Gedig, der in der Remscheider CDU gerade erst als Kreisvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung wiedergewählt wurde.

Die Stärkung wertkonservativer und marktliberaler Themen nennt Gedig, der als Unteroffizier der Luftwaffe bei der Flugbereitschaft des Bundesverteidigungs-Ministeriums arbeitet, als Gründe für sein Engagement. Dies seien die Kernkompetenzen der Union, "auf die wir uns mehr denn je besinnen müssen".

Der Remscheider Öffentlichkeit bekannter geworden ist Gedig durch einen offenen Brief, den er Anfang 2016 an Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher schrieb. Im Nachgang der Übergriffe in der Kölner Silvester-Nacht und unter dem Eindruck einer Massenschlägerei auf dem Ebert-Platz, bei dem einer der Festgenommenen ein Messer bei sich führte, wollte er von Radermacher wissen, ob die Polizei bei Straftaten Informationen über die Herkunft von Tätern zurückhält, wenn es sich bei ihnen um Migranten oder Asylbewerber handelt. Radermacher antwortete ausführlich, kam später auch zu einem Vortrag in die CDU-Geschäftsstelle.

"Die Forderung nach mehr Polizei auf unseren Straßen ist richtig", sagt Gedig. "doch wir müssen auch die Justiz personell verstärken." Deswegen sei er davon überzeugt, dass das Remscheider Projekt "Staatsanwalt vor Ort" unbedingt weitergeführt werden müsse: "Zwischen Tat und Verhandlung dürfen nicht Monate oder auch Jahre vergehen." Die Strafe müsse auf dem Fuße folgen, um auch eine erzieherische Wirkung erzielen zu können.

(hr)
 
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