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Remscheid
Geld ist da – aber kein Ersatz für Kletterwand

Remscheid. Einiges hat der scheidende Jugendrat in seiner Amtszeit erreicht. Ein Projekt allerdings konnte er nicht zu Ende führen. Von Henning Röser

Einen angemessenen Ersatz für die geplante Kletterwand, die der Lübecker Bahnhofsinvestor HBB laut Vertrag eigentlich als Jugend-Attraktion am Hauptbahnhof errichten sollte, haben auch die Nachwuchspolitiker nicht erreicht. Nach dem Willen der Verwaltung wurde das Projekt kurz vor Einweihung des Bahnhofes im Frühjahr 2009 gestrichen.

Am Geld allein mangelte es nicht. 35  000 Euro hatte HBB der Stadt als Ersatz dafür gezahlt, dass man die Kletteranlage nicht wie geplant an die Außenwand des Park-and-ride-Hauses anbringen musste. Für die Verwendung dieser Summe, so beschloss die Politik vor einem Jahr, sollte der Jugendrat Ideen entwickeln. Begründung: Die Jugend weiß am besten, was fehlt.

Gespräche zwischen Stadt und Jugendrat hat es auch gegeben , wie Gunter Breidbach, Projektleiter der Stadt für das Projekt Hauptbahnhof, berichtet. Doch die favorisierte Idee des Jugendrates, ein multifunktionales Sportspielfeld in einem Stahlkäfig, ließ sich am Bahnhof nicht umsetzen.

Einerseits, so sagte Breidbach der BM, "hätten wir dieses Feld mit dem HBB-Geld alleine nicht bezahlen können". Andererseits gab es aber auch praktische Gründe: der Platz fehlt. Überlegungen, die Multifunktionsbox im Bahnhofsgarten zu platzieren, scheiterten an der Neigung des Geländes. Im nebenan gelegenen Baufeld 6 wäre theoretisch der Platz zwar vorhanden, hier aber wollte man den Plänen für ein Ärztezentrum nicht in die Quere kommen. So verlief sich die Debatte.

"Das Geld ist noch da", beruhigte Breidbach. Nun kann der nächsten Jugendrat sich mit dem Thema beschäftigen.

Quelle: RP
 
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