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Remscheid
Geld ist da - ISG Alleestraße kann loslegen

Remscheid: Geld ist da - ISG Alleestraße kann loslegen
Reinemachen auf der Alleestraße - auch die "Zange" soll gesäubert werden. FOTO: Moll Jürgen
Remscheid. Schwerpunkt liegt auf Erscheinungsbild. Seit Mitte Juni ist Ralf Meibom als Kümmerer unterwegs. Von Henning Röser

Das Arbeits-Programm ist schon länger beschlossen. Nun kann die Interessen- und Standortgemeinschaft (ISG) Alleestraße endlich mit der Umsetzung starten. 65 000 Euro Anliegerbeiträge habe die Stadt jetzt überwiesen, sagte ISG-Geschäftsführer Ralf Wieber gestern im BM-Gespräch.

Die Gebühren werden an die Stadt gezahlt, die wiederum leitet sie an die ISG weiter. Das hat etwas gedauert. Dass eine Standortgemeinschaft in ihrem ersten aktiven Jahr spät startet, sei aber nicht ungewöhnlich, sagt Wieber. Die ISG in Wuppertal-Barmen, ein Vorbild auch für Remscheid, brauchte gar ein Dreivierteljahr, um loszulegen.

Ganz oben auf dem Zettel steht in Remscheid das Thema Sauberkeit. So will die ISG alle Baumscheiben der Alleebäume reinigen und dann mit Rindenmulch füllen lassen. Im Herbst dann sollen Kletterpflanzen eingepflanzt werden. Frische Blumen sind zu teuer und werden auf der Allee auch gerne gestohlen.

Auch die als "Frühjahrsputz" geplante Reinigung auf der Alleestraße soll nun zügig starten. Angebote für die Reinigung der "Zange" auf der oberen Allee und der Stromkästen sind bereits eingeholt. Außerdem soll das Unkraut auf der Einkaufsmeile entfernt werden.

Ein ganz zentrales Projekt ist bereits angelaufen. Mit Rolf Meibom hat die ISG zum 15. Juni einen Kümmerer eingestellt, der zu wechselnden Tageszeiten auf der Einkaufsmeile unterwegs ist und als Ansprechpartner dient. Noch hat er seinen Arbeitsdress nicht, auf dem gut sichtbar der Schriftzug "ISG Alleestraße" prangen soll, Meibom habe ihm bereits eine erste Liste übergeben, wo er Handlungsbedarf sieht, berichtete Wieber gestern im Redaktionsgespräch.

Klar sei, dass der Kümmerer nicht einschreiten dürfe, wenn etwa Passanten Müll auf die Straße werfen. "Er ist kein schwarzer Sheriff", sagt Wieber. Geplant ist darum, dass Meibom den kurzen Draht zum Kommunalen Ordnungsdienst der Stadt sucht, der die Befugnis hat, die Ordnungssatzung der Stadt durchzusetzen. Auch mit den Technischen Betrieben (TBR) steht die ISG in gutem Kontakt. Bei allen Aktivitäten zum Thema Sauberkeit will man sich gut abstimmen, sagt Wieber.

Um das Erscheinungsbild der Einkaufsmeile zu verbessern, sollen zudem die Schaufenster der leerstehenden Geschäfte einheitlich beklebt werden. Dazu passt, dass sich beim größten Leerstand, dem SinnLeffers-Gebäude auf der unteren Alleestraße, aktuell etwas tut. Wie die BM berichtete, hat eine Wuppertaler Agentur im Auftrag des Besitzers Kontakt zu drei Kaufinteressenten aufgenommen. Wieber sieht hier einen möglichen wichtigen Impuls für die untere Allee. Er regt an, dass sich die benachbarten Immobilien-Besitzer mit der Firma zusammensetzten, um sich Gedanken zur Quartiersentwicklung zu machen.

Quelle: RP
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