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Remscheid
Gelungener Geburtstag

10. Nacht des Sports in Remscheid
10. Nacht des Sports in Remscheid FOTO: Hertgen
Remscheid. Stolze Sieger und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm erlebten die 450 Besucher Freitagabend im ausverkauften Teo Otto Theater bei der "10. Nacht des Sports". Von Henning Röser

Das "Wort der Jahres mit sechs Buchstaben" suchte Moderator Reinhard Ulbrich zum Start der von Stadt, Sportbund, und Bergischer Morgenpost präsentierten "10. Nacht des Sports" - und dachte als politisch denkender Mensch natürlich ans S-p-a-r-e-n.

Stattdessen schalte ihm aus dem Publikum im mit 450 Besuchern ausverkauften Teo Otto Theater ein lautstarkes "Amboss" entgegen. Der Zwischenruf war der amüsante Vorbote eines stimmungsvollen und abwechslungsreichen Abends, an dessen Ende die Footballer des AFC Bergischer Amboss von Oberbürgermeisterin Beate Wilding als beste Mannschaft des Jahres 2009 geehrt wurden und mitsamt ihrem Fanclub Remscheids gute Stube zum Beben brachten.

So voll war die Bühne in den vergangenen zehn Jahren jedenfalls noch nie. Mit 37 Prozent der abgegebenen Stimmen ließen die Ambosse die Konkurrenz weit hinter sich und versprachen den Remscheidern weiterhin beste sportliche Unterhaltung im Stadion Reinshagen.

Laut wurde es auch, als Lauf-Ass Daniel Schmidt (LTV-Runners) als bester Sportler 2009 geehrt wurde, Viel Applaus gab es für den sympathischen Läufer, als er ganz locker von sportlichem (nach Erfolgen) und physischem Hunger sprach - das Buffet vom Schützenhaus lockte mit verführerischen Düften.

Noch klarer war die Entscheidung bei den Damen: Speerwerferin Sarah Schötz (LG Remscheid) ließ die Konkurrenz mit 36 Prozent der abgebenen Stimmen hinter sich. Dass sie nicht mehr in Remscheids, sondern im Leverkusen trainiert, erklärte sie Reinhard Ulbrich ganz offen: "Weil ich da weiterkomme."

Bunt gemixt und voller Kontraste war auch das Unterhaltungsprogramm: Der Nachwuchs der Artistic Jumpers bewies in einer märchenhaften Nummer, dass auch hässliche Frösche große Sprünge machen können; der kleine Chor der Germania sang Humorvolles mit Hühnermützen auf dem Kopf; die junge Karategruppe von Dojo Dokan verwandelte das Theater in einen Kampfsport-Tempel, die "Blaumanngruppe" machte Musik mit Pinseln, Leitern und Plastikeimern, und die jungen Parkour-Artisten der "Blackrunners" schwebten bei ihrer Mischung aus urbaner Tanzkunst und Hindernislauf locker und doch artistisch über die Bühne.

Auch das ist Sport. Wilding und Ulbrich harmonierten als Moderations-Duo prima - und natürlich kam der frühere Oberbürgermeister am Ende doch noch mal aufs Thema "Sparen" zurück. Er appellierte an die versammelten Politikprominenz, bei allen Entscheidungen die Zukunft des Sportes immer im Auge zu haben.

Quelle: RP
 
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