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Remscheid
Gemeinsam gegen die Pfunde

Remscheid. Wenn man sich Andreas Flüs ansieht, kann man sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass der 1,75 Meter große Mann vor drei Jahren noch etwa 174 Kilogramm auf die Waage brachte. "Damals stand ich vor der Entscheidung: Leben oder Sterben”, erinnert sich der Krankenpfleger an die schlimmste Zeit seines Lebens zurück. Von Hendrike Spaar

Mittlerweile hat Flüs sein Leben komplett geändert. Dank eines Magenbypass hat der Familienvater 84\x0fKilogramm abgenommen und kann dieses Gewicht nun auch halten. "Ich habe 500 Prozent mehr Lebensqualität”, verdeutlicht Flüs.

Seine Erfahrungen will der 46-Jährige jetzt an andere Übergewichtige weitergeben. Deshalb hat Flüs gemeinsam mit Oliver Zabelt ­ der einen ähnlichen Leidensweg hinter sich hat, und von seinem Startgewicht von 252 Kilogramm 95 verloren hat ­ die erste Adipositas-Selbsthilfegruppe in Remscheid ins Leben gerufen.

"Wir sehen unsere Aufgabe darin, eigene Erfahrungen an Betroffene weiterzugeben und ihnen auf dem Weg zum Wunschgewicht mit Rat und Tat zur Seite zu stehen”, so Zabelt.

Erstes Treffen am 18. März

Am 18. März steht im Sana-Klinikum an der Burger Straße das erste Treffen der Selbsthilfegruppe auf dem Plan, bei dem es darum gehen wird, Erfahrungen auszutauschen und in der Gemeinschaft einen dauerhaften Weg gegen das Übergewicht zu finden.

Geplant sind neben den monatlichen Treffen Sport- und Ernährungsangebote, denn Hüls weiß aus eigener Erfahrung: "Die Operation ist kein Allheilmittel, es muss auch ein Umdenken im Kopf stattfinden.”

Gleiche Erfahrungen haben auch die Ärzte am Klinikum gemacht, die die Gründung der Gruppe begrüßen. "Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung”, freut sich Gastroenterologe Dr. Andreas Leodolter. Weitere Schritte sollen folgen. So baut Chefarzt Leodolter mit dem Chefarzt der Chirurgie, Dr. Dietrich Rupp, derzeit ein Adipositas-Zentrum am Klinikum auf. Dort werden künftig Adipositas-Patienten von einem Netzwerk aus Ärzten, Psychologen, Physio- und Ernährungstherapeuten betreut und gegebenenfalls operiert.

Zudem steht Kinderklinik-Chefarzt Dr. Bernhard Ibach zur Verfügung, wenn es um präventive Maßnahmen bei übergewichtigen Kindern geht. Kontakt: 0212 5946637"

Quelle: RP
 
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