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Remscheid
Gesellige Spätlese sucht neuen Saal für ihre Treffen

Remscheid. Nach 20 Jahren verlassen Senioren Remscheider Hof. Von Solveig Pudelski

Für viele ältere Remscheider ist es ein Schlag: Nach zwei Jahrzehnten Treffen im Saal des Hotels am Willy-Brandt-Platz kam für die Remscheider Gesellige Spätlese das Aus. Nun sucht die Seniorengruppe dringend einen neuen Treffpunkt. Ganz freiwillig hat sie das Feld allerdings nicht geräumt.

Eigentlich sollte in dem MK-Hotel noch eine Weihnachtsfeier mit dem Harmonika-Orchester aus Hilden steigen. Doch dann führten "unerfreulichen Entwicklungen im Hotel" dazu, dass das beliebte Kaffeetrinken nicht im gewohnten Stil über die Bühne laufen konnte, schreibt Werner Franken vom Spätlese-Team an die BM. "Wir wollen unseren Besuchern auf diesem Wege ein frohes Weihnachtsfest wünschen", so der Hobbymusiker, der mit Maritta Ahlgrimm schon viele Treffen organisiert hat.

Erst auf Nachfrage erzählt Werner Franken Näheres über diese "unerfreulichen Entwicklungen". Mit dem Wechsel in der Hotelleitung sei der Spätlese versprochen worden, dass die Veranstaltungen dort weiterhin möglich sein würden. Doch das Ambiente und die familiäre Atmosphäre, die bis zu 150 Senioren bei dem Kaffeetrinken mit Programm so schätzten, schwanden immer mehr. Keine hübsch gedeckten Tische mehr, Industrieparkett statt Teppichboden, Torten aus der Tiefkühltruhe (für das Gedeck zahlte jeder acht Euro) und zu spät servierter Kaffee - all das bewog einige der Stammgäste den Treffen fern zu bleiben. Als die Hoteliers zu einem anberaumten klärenden Gesprächstermin nicht erschienen, wuchs beim Spätlese-Team der Unmut . Es gewann den Eindruck, dass die Senioren-Treffen in den Hotelräumen in der bisherigen Form nicht mehr erwünscht waren.

"Wir suchen einen neuen Saal", sagt Werner Franken. Doch das sei nicht einfach. Zum einen weil das Gebäude mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und möglichst zentral gelegen sein soll, zum anderen müssten neue Partner recht flexibel reagieren können. Mal kommen 110 Senioren zu den Treffen, mal 150. Bewusst verzichte man auf eine vorherige Anmeldung. Über eine Vereinskasse oder Sponsorengelder verfüge die Gruppe nicht, eine Saalmiete könne sie daher nicht bezahlen. Vielleicht fänden sich nicht gastronomisch genutzte Räume und Caterer, die für Kaffee und Kuchen sorgen. Nun hoffe er, dass OB Burkhard Mast-Weisz vermittelnd helfen kann.

Quelle: RP
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