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Remscheid
Geteiltes Leid beim Lehrermangel

An Remscheider Grundschulen sind Lehrerstellen unbesetzt. Das sagte Schulrätin Brigitte Dörpinghaus am Mittwochabend im Schulausschuss. Nicht alle Schulen seien betroffen. Die SPD hatte eine Anfrage zum Thema gestellt.

Man achte darauf, dass die vorhandenen Lehrer gleichmäßig auf die Remscheider Schulen verteilt werden. Der Lehrermangel im Primarbereich sei dabei kein Remscheider Problem, sondern betreffe ganz NRW. Konkrete Zahlen, wie viele Stellen unbesetzt sind, wollte Dörpinghaus ebenso wenig nennen, wie eine Prozentquote. "Diese Zahlen darf ich nicht nennen."

An sechs Grundschulen ist aktuell die Schulleiter-Stelle nicht besetzt. "Es laufen Bewerbungsverfahren", berichtete die Schulrätin, die beim Land NRW und nicht bei der Stadt angestellt ist.

Nicht äußern wollte sich Brigitte Dörpinghaus auf eine Frage von Erden Ankay-Nachtwein (SPD) zu der aktuellen Verteilung von Flüchtlingskindern an Remscheider Schulen. Würden diese Informationen "schulscharf" öffentlich gemacht, hätten diese Auswirkungen auf die Schulwahl der Eltern.

Dörpinghaus vertrete hier die Linie ihres Arbeitgebers, dem Land NRW, sagte Schulpolitikerin Jutta Velte (Grüne) gestern im Gespräch mit der BM. Zahlen zur Lehrerversorgung und zur Anzahl der Flüchtlinge in Schulen würden zurückgehalten. Das sei die Linie des Ministeriums. "Das ist knifflig", sagte Velte auf die Frage, ob dieses Vorenthalten von Informationen nicht eine Bevormundung der Bürger sei.

Sie gibt zu bedenken, dass es für Schulen schwer sei, einen schlechten Ruf wieder loszuwerden, auch wenn der Grund, der dazu führte, oft schon lange zurückliege. Sie rät den Eltern, zur Urteilsfindung die Schulprogramme gut zu lesen und die Schule vorab nicht nur am Tag der offenen Tür zu besuchen.

(hr)
 
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