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Remscheid
Gezerre ums Gleisdreieck

Remscheid: Gezerre ums Gleisdreieck
Über die Straße Am Eichholz, die in das aktuelle Gewerbegebiet führt, soll auch die Zuwegung zu den Flächen im dahinter liegenden Gleisdreieck führen. FOTO: RPO
Remscheid. Für die Stadtverwaltung ist klar: In Bergisch Born lässt sich schnell und preiswert ein neues Gewerbe-Gebiet erschließen. CDU und FDP erkennen aber viele Hürden in der Planung und verlangen mehr Informationen. Von Henning Röser

Kann ein Bebauungsplan für das Gleisdreieck in Bergisch Born in absehbarer Zeit einen Teil der Gewerbeflächen-Probleme der Stadt lösen? Oder stehen die Planer auch hier vor mehr Hürden als es die Verwaltung bislang zugeben will? In einer hitzigen Diskussion im Hauptausschuss kamen die Politiker am Donnerstagabend zu keiner Entscheidung. Zumindest aber kamen einige neue Fakten auf den Tisch.

Das Gebiet Die Stadt hat bis 2017 die Option, eine Fläche von rund 5,75 Hektar von einem Bauern zu kaufen. Über ein Nachbargrundstück (1 Hektar) wird noch verhandelt.

Erschließung Über eine Grünfläche, die bislang aus Ausgleichsfläche eingeplant war, könnte die Verbindung von der Straße Am Eichholz bis zur Bahntrasse geschaffen werden, die das Gebiet an einer Seite begrenzt.

Anbindung Gleich zwei neue Straßen könnten das Gebiet im Grenzbereich zwischen Remscheid, Wermelskirchen Hückeswagen besser erreichbar machen. Für die B 51n (Remscheid-Wermelskirchen) liegt bereits eine feste Linienführung vor, der zuständige Landesbetrieb Straße will diese Pläne auch vorantreiben. Heißt: In wenigen Jahren könnte es so weit sein. Die B 237n (Remscheid-Hückeswagen) dagegen ist über das Projekt-Stadium noch nicht hinaus. Wo sie entlang geführt wird (denkbar wäre ein Weg neben der alten Bahntrasse), ist noch völlig unklar.

Entwässerung Laut Stadt reicht das vorhandene System aus, um auch das neue Gewerbegebiet anzuschließen. Das würde die Kosten senken.

Ab hier beginnt der Bereich der unterschiedlichen strategischen und politischen Bewertungen. Während Stadtplaner Hans-Gerd Sonnenschein davon ausgeht, dass das Gebiet schnell und preisgünstig entwickelt werden kann, und somit wesentlich realistischer als die "Blume" ist, haben CDU und FDP Bedenken.

Lenneps Bezirksvorsteher Dieter Rohrweck sagte, dass die Stadt sich mit dem Landesbetrieb Straßen über die Pläne zum Bau der B 51 n nicht abgestimmt habe. Die Landesbehörde könne das Verfahren somit mit einem einfachen Veto stoppen. Weitere Sorge: Die Anbindung des Gleisdreiecks. Es müsse sichergestellt sein, dass die Bürger von Bergisch Born nicht durch den zusätzlichen Verkehr belastet würden. Die FDP hat Fragen zur Erschließung und zu den Kosten: Die Straße ins Gleisdreieck würde einen Radweg und möglicherweise die neue B 237 kreuzen. Die Stadt soll darstellen, wie sie das lösen will.

Quelle: RP
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