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Giftiges Unbehagen

Giftiges Unbehagen
FOTO: Moll Jürgen
Meinung | Remscheid. Vorige Woche haben Musiker der Bergischen Symphoniker mit Profi-Musikern aus Syrien und Afghanistan ein Konzert gegeben. Damit das gelingen konnte, lernten beide Seiten voneinander. Der Westen musste sich auf neue Tonfolgen und Rhythmen einstellen, der Osten auf Harmonien, die er bisher nicht kannte. Das Konzert könnte als Blaupause für Integration dienen. Aber die Realität sieht anders aus.

Das Schlimmste für alle Seiten ist das Warten auf den Bescheid. Bleiben oder nicht bleiben - das ist die Frage, auf die Viele viel zu lange warten müssen. Menschen zu versorgen, die höchstwahrscheinlich kein Recht haben, weiter in Remscheid zu wohnen, ist auch für die engagierten Helfer und Betreuer keine leichte Aufgabe. Die Integration der Geflüchteten bleibt eine Mammutaufgabe für die Zivilgesellschaft. Sie wird über Jahre Geld kosten und Personal binden, das an anderer Stelle fehlen wird. Remscheid müht sich nach Kräften. Wer als Asylbewerber anerkannt wird, verdient alle Unterstützung, wer abgelehnt wird, muss zügig die Stadt verlassen. Ohne Abschiebung macht sich ein giftiges Unbehagen breit, dass alles verschlimmert.

Quelle: RP
 
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