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Remscheid
Große Hits aus "Les Misérables"

Remscheid. Das Jugendorchester spielte eine Mischung aus Klassik und Musical. Von Wolfgang Weitzdörfer

Das Remscheider Jugendorchester unter der Leitung von Christoph Spengler ist eine echte Bank: Das Kooperationsprojekt der Musikschule Remscheid und der Evangelischen Johannes-Kirchengemeinde bietet bei jedem Konzert eine fulminante Mischung aus geschickt ausgewählten Musikstücken und einer Virtuosität, die man bei einem Laienorchester nur selten zu hören bekommt.

Am Sonntagabend waren die jungen Musiker wieder einmal in der Lutherkirche zu Gast und gaben eine eindrucksvolle Kostprobe mit Dvoraks "Englischer", seiner achten Symphonie, sowie einer Auswahl aus dem Musical "Les Misérables" von Claude-Michel Schönberg und dem unkaputtbaren "Kaiserwalzer" von Johann Strauß. Eine interessante Mischung aus E- und U-Musik, die dem zahlreich erschienenen Publikum offensichtlich bestens gefiel.

Bei der "Englischen", wie Dvoraks Achte auch genannt wird, weil sie in England besonders populär war, bewies das Orchester in den vier Sätzen einen voluminösen Klangkörper, der im mächtigen Finale des vierten Satzes "Allegro ma non troppo" durchaus ehrfurchtsgebietend grandios daherkam.

Das dachte sich wohl auch das Publikum, denn nachdem die letzten Töne verklungen waren, herrschte erst einmal Stille. "Warum klatscht denn keiner?" hörte man eine Frau leise fragen - und schon setzte auch der Applaus ein.

Der Abend wurde moderiert von Pfarrer Axel Mersmann, der das etwa einstündige Programm mit der einen oder anderen Anekdote zu den gebotenen Stücken auflockerte. Aber natürlich stand die Musik ganz klar im Vordergrund. Mal die anspruchsvolle des Tschechen Dvorak, dessen achte Symphonie zu den meistgespielten symphonischen Werken des Komponisten gehört. Dann wieder die lockere und leichte Musik Schönbergs. Das Jugendorchester präsentierte gleich fünf bekannte Melodien des 1944 geborenen Schönberg, darunter den bekannten Revolutionssong "Do You Hear The People Sing".

Abschließend wurde noch der fröhliche "Kaiserwalzer" gegeben, der das Publikum im Anschluss bestens gelaunt auf den Heimweg schickte,

"Das Jugendorchester ist wie ein Durchlauferhitzer", sagte der Orchesterleiter Christoph Spengler und spielte darauf an, dass manche erst nach zehn Jahren das Jugendorchester verließ.

Quelle: RP
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