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Remscheid
Großer Auftritt mit zwei Tenören

Remscheid: Großer Auftritt mit zwei Tenören
Schillernder Auftritt: Der Lenneper Frauenchor sang in der Lenneper Stadtkirche. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Remscheid. Die Sänger Toni di Napoli und Pietro Pato unterstützten den Lenneper Frauenchor bei Gala-Konzert in der Kirche. Von Stefanie Bona

Zu seinem Jubiläumskonzert beschenkte sich der Lenneper Frauenchor mitsamt seinen vielen Gästen selbst. Bestritten die über 20 Sängerinnen den Auftritt am Samstagabend in der Lenneper Stadtkirche doch nicht alleine, sondern holten sich die "Tenöre4you" an ihre Seite, die einen großen Teil des Programms gestalteten. So konnten die von Martin Storbeck dirigierten und von Martha Martin am Klavier begleiteten Choristinnen auch selbst in den Kirchenbänken Platz nehmen und die Musik genießen.

Zur Eröffnung besang der Lenneper Frauenchor die "Frohe Weihnacht" und sorgte mit dem "Abendsegen" für einen stimmungsvollen Einstieg. Mit den "Abendglocken" eröffneten die Damen den zweiten Teil nach der Pause und gefielen besonders durch eine differenzierte Dynamik. Die Tenöre standen buchstäblich im Rampenlicht, wurde doch der Altarraum in blaues und violettes Licht getaucht.

Toni Di Napoli und Pietro Pato setzten zunächst einen Schwerpunkt bei Filmmusik, Gospels und Musicalhits. Di Napoli bediente dabei eher die Sparte des klassischen Operntenors. Die Bandbreite seiner Stimme war beachtlich und erreichte in den tiefen Lagen die eines Baritons, während er es in der Höhe hier und da bis zum Countertenor schaffte.

"Nessun dorma", eine der berühmtesten Tenorarien überhaupt, war eines der Glanzlichter, die Di Napoli setzte. Pietro Pato setzte mit einem warmen, weichen Tenor andere Akzente. Gerade bei den Titeln, die zum Bereich Evergreen zu zählen sind, war er besonders stark. Die meisten Stücke sangen die beiden mit guter Textverständlichkeit im Duett, wobei sich die unterschiedliche Farbigkeit der Stimmen sehr schön ergänzte. Flankiert wurde der Gesang des Duos von Einspielern auf der aufgestellten Leinwand. Zu "Moonriver" aus dem Kinoklassiker "Frühstück bei Tiffany" gab's ein Wiedersehen mit der unvergesslichen Audrey Hepburn und bei "O sole mio" konnte man sich auf den Canal de Grande in Venedig träumen. Mit viel Gefühl trällerten die Solisten das südamerikanische Liebeslied "Besame mucho" und ließen beim legendären "Que sera" oder bei "Volare" das Publikum in der voll besetzten Kirche einstimmen. Auch die Titel, die durch Frauenstimmen Berühmtheit erlangten - wie etwa "My heart will go on" aus dem Filmhit "Titanic" oder "Memory" aus Webbers Musical "Cats" - gelangen den beiden Tenören trefflich. Zu erwähnen ist auch die recht gute Technik. Wenn auch die instrumentale Begleitung nicht live gespielt wurde, sondern vom Band kam, stand der Gesang doch im Mittelpunkt. Mehrfach gab es tosenden Applaus in der Kirche, in der gerade die Damenwelt stark vertreten war.

Quelle: RP
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