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Remscheid
Großes Interesse an Wohnungen für ältere Menschen in Lennep

Remscheid. "An der Tuchwiese" - so der neue Straßenname - wurde Richtfest gefeiert und beim nachfolgenden Informationsabend platzte das Gemeindehaus Hardtstraße in Lennep aus allen Nähten. Rund 200 Interessierte, so schätzt Birgit Wiß von der Service Wohnen Evangelische Kirchengemeinde Lennep gGmbH, wollten sich dort über das neue Wohnangebot informieren. Wie berichtet, entstehen zwischen dem Friedhofsgelände an der Albrecht-Thaer-Straße und der Häuserreihe an der Brehmstraße drei Doppelhäuser mit knapp 60 Wohneinheiten. Von Stefanie Bona

Bauherrin des mittleren Hauses, in dem unter anderem Gemeinschaftsräume entstehen, ist die Evangelische Kirchengemeinde Lennep. Die beiden anderen Gebäude werden durch private Investoren errichtet. Anders als mancher Interessent, der sich für eine Wohnung hat vormerken lassen, erwartet hat, entsteht an der zentralen Lage am Rande der Lenneper Altstadt kein sozialer Wohnungsbau.

Als 2009 die Entscheidung für das Projekt getroffen worden sei, hätte man die gewünschten hochwertigen Standards etwa bei der energetischen Ausstattung nicht im geförderten Wohnungsbau umsetzen können. "Heute sähe das vielleicht etwas anders aus", sagt die Geschäftsführerin der gGmbH bezüglich sich verändernder Voraussetzungen.

Zielgruppe für das barrierefreie Wohnen sind ältere oder auf Hilfe angewiesene Menschen. Der Mietvertrag ist gekoppelt an einen Vertrag mit der Service Wohnen gGmbH. Unter anderem organisiert die Gesellschaft Gemeinschaftsangebote. Eine gute Nachbarschaft soll gepflegt werden, um Vereinsamung im Alter entgegenzuwirken. So stehen vor Ort stets Ansprechpartner zur Verfügung. Neben den Grundleistungen können zeitweise oder dauerhaft weitere Dienstleistungen wie etwa Hilfen beim Einkaufen oder bei Arztbesuchen hinzu gebucht werden. Wird ein Pflegedienst notwendig, kann die Gemeindepflegestation der Evangelischen Kirchengemeinde Lennep oder ein individuell ausgesuchter Pflegedienst in Anspruch genommen werden.

Ende Mai sollen die Interessentenlisten ausgewertet werden. Diejenigen, die sich bei dem lange geplanten Bauprojekt zuerst haben vormerken lassen, sollen zuerst angesprochen werden. Allerdings müsse man auch sehen, ob und wie man die Wünsche hinsichtlich der Lage der Wohnung berücksichtigen könne, erklärt Birgit Wiß. Der Erstbezug werde voraussichtlich Ende 2016, spätestens Anfang des nächsten Jahres sein.

Quelle: RP
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