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Remscheid
Gründer beweisen ihre Kreativität

Gründer beweisen ihre Kreativität
Bei einem Vorentscheid im "Remscheider Bräu" traten die Gründer auf. FOTO: Doro Siewert
Remscheid. Die Gründerschmiede hat sich eine Start-up-Kultur zum Ziel gesetzt. Bei einem Vorentscheid traten neun Gründer auf. Von Sabine Naber

Die Remscheider Gründerschmiede, die das Ziel verfolgt, eine Start-up-Kultur zu etablieren, hatte am Dienstagabend zum Vorentscheid des "Ersten Gründerpitches" in die Gaststätte "Remscheider Bräu" eingeladen. Neun Gründer traten auf und stellten ihre Ideen vor.

Am überzeugendsten taten das Marc Schulze, Sinan Arzu und David Mathauschek, die ihr geplantes Unternehmen "Smusy", eine Karriere-Coaching-Plattform präsentierten, sowie Thomas Fiedler, der sein Dating-Portal "Mealmatch", das Menschen bei einem gemeinsamen Essen verbindet, 2016 gegründet hatte.

Sie werden am Mittwoch, 24. Januar, ihre Ideen beim Innovationstheater im Teo Otto Theater (ab 17.30 Uhr) vorstellen und dabei auf ein Preisgeld von 1000 Euro hoffen, das die Volksbank im Bergischen Land zur Verfügung gestellt hat. Außerdem wartet auf den Sieger ein einjähriges Gründer-Mentoring der Gründerschmiede, die sich aus einem Team von jungen Gründern, den Wirtschaftsjunioren und der Forschungsgemeinschaft Werkzeuge zusammensetzt. Sie bietet eine professionelle Infrastruktur sowie Beratung und Weiterbildung.

Andreas Otto, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Bergisch Land, Dr. Peter Dültgen von der Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Andre Scheifers, Gründungsberater des Startercenters, bildeten die Jury und verkündeten nach der zweieinhalb Stunden dauernden Vorstellung ihre beiden Favoriten.

Die potenziellen Unternehmer hatten fünf Minuten Zeit, ihre Ideen vorzustellen. In weiteren fünf Minuten hatten Jury und Publikum noch Gelegenheit, Fragen zu den Geschäftsideen zu stellen. Dabei ging es überwiegend um die Wirtschaftlichkeit des angedachten Unternehmens. Eine "Online City Remscheid" schwebt Sebastian Zimnol vor. Auf einem virtuellen Marktplatz sollen sich etwa Einzelhändler vorstellen, Handwerker können gefunden und Tische für ein Abendessen bestellt werden. "Mein Ziel ist eine smarte Stadt, um Remscheid nach vorne zu bringen", sagte er und konnte sich auch vorstellen, diese Idee anderen Städten in Deutschland vorzustellen.

Jan Kühr - Moderator Gero Hübenthal nannte ihn den Knösterpitter aus Remscheid - hat seine Firma 2016 an der Kronprinzenstraße gemeinsam mit zwei Mitstreitern gegründet. Sein Ziel: "Traditionelles ganz neu zu denken." Das Dienstleistungsunternehmen ist dabei, eigene Produkte zu entwickeln.

Tom Zöller ist mit 14 Jahren der jüngste Teilnehmer. Er wird aber schon ein Jahr lang von der Gründerschmiede begleitet. Er hat die Idee, im Internet einen Markt für Gutscheine zu etablieren. Der Schüler der 9. Jahrgangsstufe am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium trug sein Vorhaben professionell vor. Die Jury war begeistert von der tollen Idee. Robert Predota stellte sein Familienunternehmen "Incredible Barbeque" vor und servierte auch gleich Kostproben. Er hat ein eigenes Seminarkonzept unter der Überschrift "Grill doch mal Bergisch" entwickelt.

Anna Jensen und Tobias Lochen fanden überzeugende Argumente für ihr "E-Cargo-Bike", ein Elektrofahrrad mit einem Kasten vorne, in dem zwei Kinder sitzen können. Damit kann man einkaufen und auch die Kinder in die Kita transportieren. Im Spätsommer soll der erste Prototyp gebaut werden. Seine Agentur für alternative Anlagen "Ahoch 3" stellte Oliver Monhof vor. Seit 20 Jahren sei er als Vermittler in diesem Bereich tätig. Jetzt will er Alternativen aufzeigen.

Der Radevormwalder Patrick Greiner hat im Februar 2017 "persONE solutions" gegründet. Als "Single Point of Contact" ist er unter anderem auf die Koordination von Personaldienstleistern/Zeitarbeitsfirmen und Personalvermittlern spezialisiert. Er will die Prozesse für die Kunden bündeln und auch Zeitarbeitsfirmen beraten.

Quelle: RP
 
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