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Remscheid
Grüne wollen Abstimmung übers DOC verschieben

Remscheid. Die Grünen plädieren dafür, die DOC-Beschlüsse um einen Monat zu verschieben und erst im Januar zu fassen. Von Christian Peiseler

"Eine solche Verschiebung halten wir in Anbetracht der jetzt bekanntwerdenden neuen Unklarheiten gegenüber den Anwohnern am Hackenberg und den betroffenen Sportvereinen für geboten", teilte David Schichel, sportpolitischer Sprecher der Grünen mit. Rat und Oberbürgermeister stünden im Wort, die Entscheidung über das Gesamtprojekt erst zu fällen, wenn Klarheit besteht, dass die versprochenen Ersatzmaßnahmen auch baurechtlich und finanziell realisiert werden können. Auch Vertreter von CDU und den Linken hatten sich bereits kritisch gegenüber der Arbeit der Verwaltung geäußert. Die SPD sieht keine Notwendigkeit zur Verschiebung der Abstimmung. "Wir haben den Vereinen eine klare politische Zusage gegeben, dass Hackenberg kommt. Daran wird nicht gerüttelt", sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Sven Wolf. Es gehe jetzt darum, die Anforderungen des Lärmschutzes hinzubekommen.

Der Sportbund und Vertreter der Stadt trafen sich gestern im Rathaus zu einem "intensiven Gespräch", wie Vorsitzender Reinhard Ulbrich formulierte. "Wir waren schon überrascht, wie sich die Situation entwickelt hat", sagte Ulbrich. Die neue Konzeption und planerische Weiterentwicklung der Sportanlage Hackenberg begrüße der Sportbund ausdrücklich.

Eine neue Planung war notwendig geworden, weil die Gutachter auf Anregung der Bürger festgestellt haben, dass mehr Parkplätze als bisher eingeplant benötigt werden, damit der Hackenberg nicht im Chaos versinkt, wenn am Wochenende der FC Remscheid dort ein Heimspiel austrägt, auf dem Nebenplatz gespielt wird und zugleich die Besucher des H2O einen Parkplatz suchen.

Das nunmehr vorliegende Konzept sieht vor, insgesamt 325 Stellplätzen innerhalb des Planungsgebiets einzurichten. Damit können sowohl der Trainingsbetrieb als auch der Regelbetrieb eines Spiels des FC Remscheid mit 500 Zuschauern und gleichzeitig stattfindenden Jugendspielen problemlos innerhalb des Plangebiets abgedeckt werden, heißt es in der neuen Vorlage für die politischen Beratungen. 120 Parkplätze sollen außerhalb des Planungsgebietes bereitgestellt werden. Dafür werden Parkplätze und Höfe der umliegenden Schulen am Wochenende herangezogen. Mit technischen Maßnahmen wie einer Tribünenüberdachung oder der Terrassierung der geplanten Stellplatzanlage nördlich des Großspielfeldes sollen die erforderlichen Immissionsrichtwerte eingehalten werden können, heißt es weiter.

Sportbund und Verwaltung haben monatliche Planungsgespräche vereinbart. Ulbrich dazu: "Manchmal ist es richtig, dass man Selbstverständlichkeiten vereinbart."

Quelle: RP
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