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Remscheid
Grundschule am Stadion braucht festen Umzugstermin

Remscheid. Zwischen den aus dem DOC-Bau erforderlichen Investitionen und den Erlösen aus dem Verkauf der betreffenden Flächen wurde bislang immer ein Zusammenhang hergestellt. Dass dies jetzt bei der Verlagerung der Katholischen Grundschule (KGS) Am Stadion und der Feuerwache Lennep nicht mehr der Fall sein soll, verwunderte unisono Thomas Brützel (W.i.R.) und Fritz Beinersdorf (Linke). Seine Partei hatte sich mit einem entsprechenden Einwand sogar an die Regierungspräsidentin gewandt. "1,3 Millionen Euro werden für die Schule in die Hand genommen - ziemlich viel Geld für eine arme Stadt", sagte Beinersdorf ironisch während der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Es sei sogar zu befürchten, dass weitere Preissteigerungen noch gar nicht abzusehen seien, so dass die erwarteten 15 Millionen Euro aus dem Flächenverkauf am Ende vielleicht gar nicht ausreichten, um alle notwendigen Maßnahmen zu finanzieren.

Im Moment sei es so, dass die Stadt Remscheid durch die vorgezogenen Investitionen ein gewisses Risiko auf sich nehme, stimmte Brützel zu. Das Grundstück der KGS Am Stadion könne sicherlich auch losgelöst vom DOC veräußert werden, glaubt hingegen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Und Tanja Kreimendahl (CDU) sagte nach einem Ortstermin im historischen Domizil des Löschzugs Lennep, dass das Gerätehaus auf Dauer den Anforderungen an modernen Brandschutz nicht genüge und daher ein Umzug ohnehin unvermeidbar sei.

Weitgehend einig war man sich, gerade die KGS brauche ein klares Signal, dass der Umzug in die dann sanierte ehemalige Pestalozzischule wie zugesagt nun im nächsten Sommer stattfinden könne. Man müsse für Kollegium, Eltern und Kinder wieder Planungssicherheit herstellen.

Im Übrigen, so erinnerte Stadtkämmerer Sven Wiertz, habe die Bezirksregierung ihr OK gegeben, bei diesen beiden Projekten in Vorlage treten zu dürfen. Im Rahmen der Investitionssumme müssen 440.000 Euro an Fördermitteln für den Ausbau des Offenen Ganztags zurückgezahlt werden.

Damit die Fertigstellung und der Umzug der Schule wie jetzt vorgesehen zum Schuljahr 2017/2018 erfolgen kann, ist die Auftragsvergabe der Umbaumaßnahmen zeitnah erforderlich. Hierfür sind bereits in diesem Jahr insgesamt 300.000 Euro notwendig und sollen außerplanmäßig im Haushalt bereitgestellt werden.

(bona)
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