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Remscheid
Gruselige Geschichten im Kerzenschein

Remscheid. Gruselig-gemütliche Stimmung herrscht im ehrwürdigen Schieferhaus am Mollplatz. Interessiert lauschen die Besucher der Vorleserin am Kopf der Tafel. Mit kräftiger Erzählstimme trägt sie aus dem ,Erlkönig' vor: "Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?"

Die Szenerie passt hierher, auch wenn es muckelig warm und der Saal durch etliche Kerzen und Teelichte in ein heimeliges Licht getaucht ist. Anlässlich der ersten Lesung unter dem Motto "Kerze statt Kunstlicht! Grusel mit Unterhaltungsfaktor" von der Arbeiterwohlfahrt Lennep-Lüttringhausen war die Remscheider Autorin und Vorleserin Ursula Wilberg ins Haus des Ortsvereins gekommen.

"Es ist mir eine Ehre, heute den Anfang zu machen", sagte Wilberg zur Begrüßung. Bei Kaffee und Gebäck hören die Gäste den Geschichten und Gedichten aus den Federn der Gebrüder Grimm, Johann Wolfgang von Goethes, Annette von Droste-Hülshoffs und dem Theodor Fontanes zu. "Passend zum Monat November habe ich die Texte ausgewählt", erzählte Wilberg: "Gruseliges und Wissenswertes ist dabei." Auch das: "Am 5. November wird in England die ,Bonfire Night' gefeiert. 1605 wollte Guy Fawkes das Parlament sprengen. An diesem Tag finden Straßenumzüge statt, Guy-Fawkes-Puppen werden verbrannt und Feuerwerke entzündet."

Antonio Scarpino von der Awo freute sich über die Resonanz. "Ich bin baff, dass der Saal heute so gut gefüllt ist. Solch einen Zuspruch haben wir nicht erwartet."

(sli)
 
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