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Remscheid
Gus-Anton-Chor besticht durch Vielfalt

Remscheid. Der Gus-Anton-Kammerchor Remscheid feierte am Wochenende sein Jubiläum zum 55-jährigen Bestehen mit einem denkwürdigen Festkonzert. Befreundete Chöre und Orchester aus Thüringen und Monheim beteiligten sich an der grandiosen, rund zweieinhalbstündigen Aufführung, der über 200 Gäste begeistert beiwohnten. Von Cristina Segovia-Buendía

Sie ließen die Musik für sich sprechen: Statt vieler Worte entschloss sich Chor-Vorsitzender Andreas Noll für eine kurze und höfliche Begrüßung die Festgäste. Mehr als den Jubiläumschor in den Mittelpunkt zu setzten, legte Noll sein Augenmerk gekonnt auf Gus Anton. Dessen Leistung war es nicht nur, den Chor 1961 ins Leben zu rufen, sondern ihn auch über Jahrzehnte hinweg zu leiten und zu dem zu entwickeln, wofür er heute steht: Qualitativ hochwertige Chormusik.

Diese präsentierten sie bei ihrem Festkonzert im CVJM Saal in Lüttringhausen. Die Eröffnung überließen sie dem Akkordeon-Orchester aus Monheim-Baumberg. Mit dem Sonnenaufgang von Richard Strauß' "Also sprach Zarathustra" erhielt das Konzert einen filmreifen Start. Trompeten und Streicher ließen die Akkordeonisten vergessen machen. Sie füllten allein mit ihrem Instrument das monumentale Werk aus. Kaum war ihr letzter Ton gespielt, öffnete sich im Hintergrund der Vorhang und der Jubiläumschor trat auf.

Sigrid Althoff am Klavier und Gus Anton begrüßten die applaudierenden Gäste mit einer kleinen Verneigung und starteten ihren Teil mit Anton Bruckners "Trösterin Musik" und "Dir tönet heller Jubelklang" von Gaetano Donizetti.

Hier gaben sie eine kleine Kostprobe ihrer facettenreichen Stimmen und Klängen. Ein Genuss für Chormusikliebhaber. Der befreundete Maxhüttenchor, der mit über 30 Sangesschwestern und -brüdern extra aus Thüringen anreiste, würdigte Gus Anton mit zwei seiner selbst komponierten Stücke "Sei gegrüßt" und "O Menschenherz".

Das Beste hoben sich die Chöre und das Orchester bis zum Schluss des Konzertes auf: In der zweiten Hälfte des Programms brillierte der Gus Anton Kammerchor mit dem Stück "Mondchor" von Otto Nicolai, für das die sangesfreudigen Männer laute Bravo-Rufe aus dem Publikum ernteten.

Quelle: RP
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