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Remscheid
Gus Anton - Chor-Gala zum Jubiläum

Remscheid. Auf welche Art ließe sich ein Chor-Jubiläum besser feiern, als mit einem fulminanten Konzertabend? Das hatte sich auch der Remscheider Gus-Anton-Kammerchor gedacht, der seinen diesjährigen 55. Geburtstag am Samstagabend im CVJM-Saal in Lüttringhausen mit einer wahrhaft rauschenden Chor-Gala vor vollem Haus feierte. Neben dem Kammerchor waren das Vokalensemble "Der Chor" unter der Leitung von Stefan Lex und die Chorgemeinschaft Q.V. "Die Räuber" sowie Sigrid Althoff, die langjährige Piano-Begleitung des Kammerchors - und einzige Frau auf der Bühne -, mit von der Partie und sorgten für einen enorm unterhaltsamen Abend, der mit einem "Gloria" aus der Feder des Chorleiters und Namensgebers Gus Anton einen wahrlich eindrücklichen Auftakt nach Maß nahm. Von Wolfgang Weitzdörfer

Das "Gloria" war indes nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was da noch kommen würde, denn die Sänger hatten ein anspruchsvolles und zugleich eingängiges Programm einstudiert, das einer Gala zum eigenen Jubiläum vollauf gerecht wurde. So brillierten der Kammerchor und "Die Räuber" etwa gleich zu Beginn mit einem Medley aus Carl Orffs bekanntestem Werk, der "Carmina Burana".

Und wenn der Chor aus vielen Stimmen das mächtige "O Fortuna" oder das luftige "Tempus est iocundum" erklingen ließ, wurde seine große Klasse eindrucksvoll deutlich. Unterstützt wurden die Sänger dabei stets souverän von Althoff am Klavier, die nicht nur mit ihrem rosafarbenen Kleid Akzente und Farbtupfer setzte, sondern auch gleich zweimal solistisch an den Tasten glänzen durfte, wenn sie etwa den ersten Satz aus Beethovens Klaviersonate in f-Moll mit Leidenschaft und Verve präsentierte - und dafür völlig zurecht lautstarke "Bravo"-Rufe bekam.

Erstmals teilte der Remscheider Kammerchor die Bühne mit dem Vokalensemble "Der Chor" aus dem Ruhrgebiet. Der 2005 in Anlehnung an den Remscheider Kammerchor gegründete Männerchor präsentierte unter anderem das bekannte "Tantum Ergo" von Gioacchino Rossini und verschiedene Lieder, etwa von Anton Bruckner ("Mitternacht") oder Wolfgang Amadeus Mozart ("Dir Seele des Weltalls"). Und war dabei ähnlich stimmgewaltig und virtuos wie sein älterer "Bruder" aus Remscheid. Dass alle Sänger mit Herz bei der Sache waren, war indes bei jeder Note deutlich herauszuhören.

Besonders eindrucksvoll wurde es aber immer dann, wenn alle Sänger gemeinsam auf der Bühne standen, etwa beim Johann-Strauß-Walzer "An der schönen blauen Donau" oder bei Wagners "Pilgerchor" aus dem "Tannhäuser". Da war es nicht nur voll auf der an sich ja sehr geräumigen Bühne im CVJM-Saal, da wurde man vom vielstimmigen Jubelgesang aus über 80 Männerkehlen schier überwältigt. Und ganz genau so muss einer von vielen Höhepunkten einer echten Chor-Gala klingen.

Quelle: RP
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