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Remscheid
Gutachten zum Berufskolleg - CDU besteht auf korrektem Vergleich

Remscheid. Der neue und dringend gebrauchte neue Schulstandort für das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung beschäftigte die Mitglieder des Schulausschusses ausführlich, ohne dass es derzeit irgendeine Entwicklung in der Diskussion gibt. Von Stefanie Bona

Beinahe eine Stunde stellte der beauftragte Gutachter Michael Schultze-Rhonhof der Kommunalberatungsgesellschaft DKC aus Düsseldorf den Ausschussmitgliedern vor, mit welcher Methodik bei der Untersuchung der drei alternativen Standorte Alleestraße, Bahnhof Remscheid und Neuenkamper Straße hinsichtlich Kostenermittlung und qualitativer Kriterien vorgegangen werden soll.

"Ich glaube, dass sie den Weg gehen, den sich der Ausschuss vorstellt", sagte anschließend Ausschussvorsitzender Kai Kaltwasser (CDU). Gerade seine Fraktion hatte sich ein transparentes Verfahren gewünscht. Dass die Verwaltung dem nachkommt, scheint CDU-Sprecher Alexander Schmidt nach wie vor in Zweifel zu ziehen. Einmal werde das Verfahren derart verschleppt, "wie man es bald niemandem mehr verkaufen könne." Zum anderen heiße es in der Verwaltungsvorlage, dass der mögliche Standort Alleestraße hinsichtlich Fördermitteln untersucht werde. "Wenn es korrekt laufen soll, müssen auch die beiden anderen Alternativen in dieser Hinsicht überprüft werden. Wir haben uns auf eine hundertprozentige Vergleichbarkeit geeinigt", forderte er. Fragen der Stadtentwicklung dürften bei dem Gutachten keine Rolle spielen.

Schuldezernent Thomas Neuhaus sagte zu, dass alle drei Standorte bezüglich möglicher Fördertöpfe überprüft würden. Wie berichtet, favorisiert die Verwaltung und explizit auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz einen Schulneubau an der Alleestraße auf dem Grundstück des früheren Sinn-Leffers Bekleidungshauses, weil damit die Hoffnung auf eine Belebung der Innenstadt verbunden wird. Die CDU steht diesem Ansatz eher kritisch gegenüber. Ein gewisses Misstrauen der Christdemokraten hinsichtlich einer ergebnisoffenen Analyse scheint nach wie vor nicht ausgeräumt zu sein. Schulverwaltungsamtsleiter Jörg Biermann betonte indes, dass auch das Berufskolleg selber eine schulfachliche Betrachtung zu allen drei möglichen Standorten einreichen werde. Dies solle bei der Entscheidung der Politik im Herbst einbezogen werden.

Quelle: RP
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