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Remscheid
Gutachter prüft Hackenberg

Remscheid: Gutachter prüft Hackenberg
Eine Vielzahl von Sportfeldern soll die Anlage bieten. Den Kopf bildet das Stadion mit Tribüne, Kunstrasen-Großspielfeld, Leichtathletik-Anlage und Laufbahnen. Hinzu kommen (teilweise schon vorhanden) Kleinspielfelder, Beachvolleyball-Anlage, Bolzplatz und am unteren Rand ein weiterer Trainingsplatz mit Kunstrasen. FOTO: GEO 3
Remscheid. Reichen die Parkplätze, wenn die Sportanlage erweitert wird? Das wird jetzt untersucht. Von Henning Röser

Wie viele Parkplätze werden am Schul- und Sportzentrum Hackenberg gebraucht, wenn die dortige Sportanlage zum Ersatz für das Röntgenstadion umgebaut und erweitert wird? Und wie wirkt sich diese Erweiterung auf die Belastungen durch Verkehr und Lärm aus? Das waren die strittigsten Fragen beim Infoabend der Stadt zum Start des Bebauungsplanverfahrens.

Die wenigen Anwohner unter den rund 70 Besuchern im Forum Hackenberg zweifelten an, dass die geplanten 120 zusätzlichen Parkplätze am neuen Stadion, dessen Bau im ersten Quartal 2018 starten soll, ausreichen werden. Schließlich sei das Stadion für 1500 Zuschauer ausgelegt. Eine Hackenbergerin sorgt sich, dass der Parksuchverkehr zwangsläufig in die angrenzenden Wohnstraßen drängen und für Probleme sorgen wird.

Gutachter Roland Weinert erklärte, dass genau diese Fragen in den gerade gestarteten Untersuchungen beleuchtet werden sollen. So soll es eine weitere Verkehrs- und Besucherzählung am Sportzenzentrum Hackenberg geben, diesmal am Wochenende. Auf Anregung der Bürger wird diese nun auch bei schlechtem Wetter stattfinden. Dann nämlich ist im H2O erfahrungsgemäß am meisten los. Weinert sicherte zu, dass darauf geachtet werde, dass die Parkplätze für alle Nutzungen inklusive eines bis auf den letzten Platz gefüllten Stadions ausreichen. Funktioniere dies nicht, müsse die Planung geändert werden, etwa in-dem man Parkpaletten errichtet. Im Herbst sollen Ergebnisse vorliegen, die bei einer zweiten Bürgerveranstaltung präsentiert werden. Dann wird auch die Frage eines unmittelbaren Nachbarn der Sportanlage beantwortet, ob sich die Lärmbelastung verändern wird. Schon jetzt, so berichtete er, verstehe er jeden Fluch, der auf dem Sportplatz getätigt werde. Weinert erklärte, dass ein Einhalten der gesetzlichen Grenzwerte nicht bedeute, "dass sie gar nichts mehr hören".

Vor der Diskussionsrunde wurden die Pläne, die in enger Abstimmung mit den Sportvereinen entwickelt wurden, noch einmal vorgestellt. Markus van Aken vom Planungsbüro Geo 3 zeigte auf, dass das neue Stadion, das einen Kunstrasen bekommt, abgeriegelt werden kann, der Rest der aus mehreren Sportfeldern bestehenden Anlage aber weiterhin einen offenen Charakter behalten soll, so dass Spaziergänger am Hackenberg ihre gewohnten Wege weiter werden nutzen können.

Van Aken machte auf Anfrage der Bürgerinitiative Lennep klar, dass die neue Anlage den Wegfall des Röntgenstadions kompensieren kann. Der Kunstrasen vertrage die fünffache Menge an Spielen und sei bei schlechtem Wetter besser nutzbar als ein Rasenplatz. OB Burkhard Mast-Weisz sagte, dass der gerade besiegelte Abstieg des FC Remscheid in die Bezirksliga keinen Einfluss auf die Planung der Anlage nehmen werde, deren zentraler Platz für den Spielbetrieb bis zur Oberliga zugelassen sein wird.

Quelle: RP
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