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Remscheid
Handwerk ist stolz auf seinen Nachwuchs

Remscheid: Handwerk ist stolz auf seinen Nachwuchs
Die Jahrgangsbesten Handwerksazubis gestern beim Gruppenbild mit Ehrengästen und Gastgebern. FOTO: Michael Schütz
Remscheid. 126 Auszubildende aus Remscheid wurden gestern bei einem Festakt im Berufskolleg Technik losgesprochen. Von Stefanie Bona

126 Junghandwerkerinnen und Junghandwerker wurden gestern Mittag in der Aula des Berufskollegs Technik von ihrem Ausbildungsverhältnis los gesprochen und in den Gesellenstand erhoben. Welcher Wertschätzung sich die Remscheider Kreishandwerkerschaft vor Ort und darüber hinaus erfreut, zeigte die lange Liste an Ehren- und offiziellen Gästen. Neben Mitgliedern aus Politik und Verwaltung gab es kaum eine bedeutende Institution, die nicht durch einen Vertreter repräsentiert wurde.

Auf dem Podium ersetzten Interviews lange Reden und Grußworte. So stellte Beigeordneter Thomas Neuhaus dem Remscheider Handwerk eine gute Auftragslage seitens der Stadtverwaltung in Aussicht. "In den nächsten Jahren werden wir 700 neue KiTa-Plätze mit den entsprechenden neuen Einrichtungen schaffen - das sollte sie hellhörig machen", so der Dezernent für Soziales, Bildung, Schule und Sport. Welche berufliche Karriere ein handwerklicher Beruf eröffnen kann, demonstriert der Lebenslauf von Oliver Lang, neuer Leiter des Berufskollegs Technik. Die Ausbildung zum Werkzeugmacher sei das Fundament für alle weiteren Qualifikationen gewesen. "Das war das Beste, was ich in meinem Leben gemacht habe", betonte er.

Dass starkes Handwerk eine starke Lobby braucht, zeigte die Ehrung von Dr. Thomas Köster, ehemaliger Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf und des Nordrhein-Westfälischen Handwerkstags zum "Freund des Remscheider Handwerks 2016". Köster sei der "einzige Akademiker, der überzeugend die Position des Handwerks" vertrete, lobte Laudator Siegfried Schrempf, Ehren-Vizepräsident der Handwerkskammer Düsseldorf.

Und dann wurden auch die geehrt, um die sich an diesem Tag alles drehen sollte. Kreislehrlingswart Lutz Kotthaus gab dem Handwerker-Nachwuchs mit auf den Weg, sich nicht auf den Erfolgen der Ausbildungsabschlüsse auszuruhen, sondern mutig die Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung zu nutzen. In den zur Kreishandwerkerschaft Remscheid organisierten 1150 Betrieben werden derzeit rund 600 Männer und Frauen ausgebildet. Wer will, findet hier die Basis für ein erfolgreiches Berufsleben.

"Es gibt keinen Wirtschaftszweig in Deutschland, der eine höhere Übernahmequote hat als das Handwerk", betonte Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Fred Schulz. Überdies wurden 16 junge Leute als Jahrgangsbeste ausgezeichnet. Im Namen ihrer Azubi-Kollegen dankte Tischlerin Deborah Weber allen Unterstützern - von den Familien bis zu den Mitgliedern der Prüfungsausschüsse. Die Jahresbesten sind: Vanessa Breslauer, Clemens Epe, Manuela Fleddermann, Christian Frede, Shari-Jasmin Genzke, Jennifer Janssen, Christoph Jezierny, David Les Gomez, Felix Müller, Paul Obernyer, Isabel Pilato, Nicole Ranbau, Mike Schmidt, Kevin Schneider, Deborah Weber und Fabian Wuttke.

Quelle: RP
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