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Remscheid
Hastener wollen Spielplatz hinter Flüchtlingswohnheim unterstützen

Remscheid. Seit der Gründung im Jahr 2014 hat der Verein "Hasten für Hasten" schon einiges für seinen Stadtteil bewegt. Erst kürzlich konnte der Spielplatz hinter dem Edeka eröffnet werden. Auch der historische Rundgang am Büchel geht auf das Engagement der Hastener zurück. Von Anna Mazzalupi

Doch die Verantwortlichen ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Die neuen Ziele wurden auf der Mitgliederversammlung in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr Hasten vorgestellt. Großer Themenschwerpunkt bleibt dabei das Wohl der Kinder.

Für den Spielplatz fehlen noch zwei Sitzbänke. Die 700 Euro pro Bank möchte der Verein mit 39 Mitgliedern gerne über Sponsoren finanzieren. Da von den über 6100 Euro an Spenden für die Spielplatzaktion noch rund 1000 Euro übrig sind, sollen diese auch wieder zweckgebunden für Kinder eingesetzt werden. "Kindergeschrei ist Zukunftsmusik", pflegt der Vorsitzende Richard Bremicker zu sagen. "Flüchtlingsgeschrei ist wohlmöglich auch Zukunftsmusik", merkte der Vorsitzende auf der Versammlung an. Die Idee: Für das neue Flüchtlingsheim an der Oberhölterfelder Straße sollen Spielgeräte zur Verfügung gestellt werden.

"Hinter dem Wohnheim gibt es einen großen, freien Platz. Wir überlegen, ob wir einen großen Sandkasten oder eine Rutsche installieren", erklärte der zweite Vorsitzende, Jürgen Ackermann. Auch Bobbycars seien denkbar.

Außerdem sei es vorstellbar, so Ackermann weiter, dass man den Flüchtlingseltern einen Schlüssel für den neuen Spielecontainer überlässt, da er über die Werkzeugtrasse einfach erreichbar sei. Unter "Büchel Zwei" sollen in einem ergänzenden Rundgang mit Tafeln Häuser näher vorgestellt werden, die nicht in den historischen Rundgang passen, aber dennoch sehr interessant und industriell wichtig sind, wie etwa die Lindenberg-Villa. Dafür hat Ackermann bereits einen Antrag auf Unterstützung bei der NRW-Stiftung gestellt.

Grund zur Freude hat die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Hasten. Bremicker sagte der Abteilung für ihr Engagement für die Spielplätze 500 Euro zu, über die sie frei verfügen dürfen.

Für den ersten Vorsitzenden stehen zudem noch zwei längerfristige Themen auf der Agenda: Das Haus Cleff, das saniert wird, sowie das alte Stahllager am Richard-Lindenberg-Platz. "Die Immobilienpeinlichkeit verlangt eigentlich eine Sprengung", sagte Bremicker, der sich an der Stelle einen aufwertenden Neubau, beispielsweise für ein Mehrgenerationenhaus oder eine Altenresidenz, vorstellen könnte.

Quelle: RP
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