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Remscheid
Haumann leitet Jugendarbeit im Kirchenkreis

Remscheid. Im Alter von 58 Jahren übernimmt der Lenneper Gemeindereferent eine neue Aufgabe und hinterlässt eine Lücke. Von Stefanie Bona

31 Jahre lang stand Rolf Haumann in Diensten der Evangelischen Kirchengemeinde Lennep. Jetzt reizt es ihn, noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen. Am 1. September tritt er die Stelle des Synodalen Jugendreferenten im Evangelischen Kirchenkreises Lennep an.

Zwischen dem Gemeindehaus Hardtstraße und seinem neuen Büro im Haus der Kirche in der Geschwister-Scholl-Straße sind es gerade mal zehn Minuten Fußmarsch. Damit entfernt sich der langjährige Gemeindereferent weder räumlich noch thematisch von seiner früheren Wirkungsstätte, hat er doch hier die Jugendarbeit schwerpunktmäßig vertreten und maßgeblich weiterentwickelt. Jetzt aber wird er für 18 Kirchengemeinden auf Kirchenkreisebene zuständig sein. Dazu gehört neben der konzeptionellen Arbeit unter anderem die Beratung der Presbyterien und der hauptamtlichen Kollegen, die Zusammenarbeit mit den Kommunen und anderen Trägern der Jugendarbeit.

Rolf Haumann ist in Remscheid gut vernetzt, das hat er bei vielen Gelegenheiten immer wieder bewiesen. Gute Kooperationen wünscht er sich demnach auch in den Städten Radevormwald, Hückeswagen und Wermelskirchen mit ihren zum Kirchenkreis gehörenden Gemeinden. 1984 wurde er "Jugendwart" der Evangelischen Kirchengemeinde Lennep und rechnete zunächst nicht damit, dass daraus eine dauerhafte Beziehung werden würde. Heute empfindet er es als großes Geschenk, so viele Kinder, Jugendliche und Eltern in der Jugendarbeit begleitet zu haben.

Als Gemeindemitglied bleibt Rolf Haumann der Gemeinde erhalten. Auch seine Ordinationsrechte als Diakon behält er und werde sicherlich hier und da vertretungsweise Gottesdienste halten. Am Sonntagabend bereitete ihm die Gemeinde einen herzlichen Abschied mit vielen Überraschungen. Dass man ihn ungern ziehen lässt, wurde ebenso deutlich. Rolf Haumann habe seine Kompetenz als Sozialmanager, Gemeindepädagoge, Öffentlichkeitsreferent, Diakon und Organisator von Partnerschaftstreffen und des ideellen Weihnachtsmarktes in die Gemeindearbeit eingebracht, heißt es in den Abschiedsworten, die Pfarrer Joachim Pöplau für den aktuellen Gemeindebrief schrieb. "Die Lücke, die er hinterlässt, werden wir ganz sicher nicht so ohne weiteres ausfüllen können."

Rolf Haumann denkt also im Alter von 58 Jahren nicht an Ruhestand. "Ich glaube, das ist etwas, das zu mir gehört. Noch einmal eine neue Aufgabe zu übernehmen und sehen, was auf Kirchenkreisebene in Sachen Jugendarbeit möglich ist, ist schon sehr reizvoll." Ob seine Stelle wieder besetzt wird, steht in Zeiten, in denen auch die Kirchengemeinden sparen müssen, noch nicht fest.

Quelle: RP
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