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Remscheid
Hauptschule und Realschulen bleiben gefragt

Remscheid. Jörg Biermann, Leiter des Schulverwaltungsamtes, zieht nach der Anmeldephase für die weiterführenden Schulen eine positive Bilanz. Anders, als er es immer wieder von Nachbarkommunen hört, habe es in Remscheid keine größeren Verschiebungen hin zur einen und weg von der anderen Schule gegeben. Von Stefanie Bona

Mit stabilen Anmeldezahlen an allen Schulen im Stadtgebiet gibt es Planungssicherheit. Die endgültigen Zahlen wird Biermann erst im Mai dem Schulausschuss vorlegen können, bis dahin sind noch kleinere Veränderungen zu erwarten.

Heute lasse sich aber schon sagen, dass es ein großer Erfolg sei, die Hauptschule Hackenberg nach wie vor zweizügig führen zu können. 41 Schüler haben sich für diese Schule entschieden. Vor dem Hintergrund, dass alle anderen Hauptschulen im Stadtgebiet auslaufen und gemeinhin dieser Schulform keine große Zukunft mehr zugetraut wird, zeige diese Wahl der Familien eine bewusste Entscheidung für die Hauptschule im Lenneper Ortsteil Hackenberg.

Stark nachgefragt seien ebenso gleich in der ersten Anmelderunde die beiden Realschulen gewesen. Dies lasse darauf schließen, dass die Realschule für Eltern und Kinder die erste Wahl gewesen sei, ohne den Versuch einer Anmeldung an einer den beiden Gesamtschulen zu unternehmen. Wie in den Vorjahren reichten die Plätze an der Sophie-Scholl-Gesamtschule nicht aus, um alle Anmeldewünsche zu berücksichtigen. 91 Kinder mussten abgewiesen werden, 162 Jungen und Mädchen wurden angenommen. "Für jede einzelne Familie, die keine Zusage erhalten hat, ist dies sehr enttäuschend", räumt Biermann ein. Gleichwohl sei die Zahl der Absagen deutlich zurückgegangen, was auf den demografischen Wandel zurückzuführen sei.

Mit 159 Anmeldungen bisher ist die Albert-Einstein-Gesamtschule im nächsten fünften Schuljahr weitgehend ausgelastet und musste bislang keine neuen Schüler ablehnen. Sehr erfreulich sei weiterhin die Entwicklung der Nelson-Mandela-Sekundarschule, die im ersten Anlauf 75 Plätze besetzen konnte und so an der zweiten Runde im Anmeldeverfahren nicht mehr teilnehmen musste. Bei den Gymnasien war das Gertrud-Bäumer-Gymnasium (GBG) am stärksten nachgefragt. Aber auch Röntgen-, Leibniz- und Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium können im nächsten Schuljahr an der gewohnten Zügigkeit festhalten. Kinder mit Handicap nehmen neben dem Leibniz-Gymnasium und GBG auch die beiden Gesamtschulen, die Albert-Schweitzer-Realschule, die Hauptschule Hackenberg und die Sekundarschule auf. Alle sieben sind als Schulen des gemeinsamen Lernens ausgewiesen.

Obwohl laut Schulgesetz die allgemeinbildenden Schulen die Regelschule auch für diesen Kreis von Schülern ist, haben sich Eltern alternativ für eine Förderschule entschieden. Dies zeige, dass die Förderschulen ein fester Baustein in der Schullandschaft seien, auf den man nicht verzichten könne, betont Biermann.

Quelle: RP
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