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Remscheid
Hauruck-Umzug zur Bökerhöhe

Remscheid. Weil das Gebäude Hölterfeld Notunterkunft für Flüchtlinge wird, wechselten Schulabschluss-Klassen der VHS ihren Standort. Auch HTV fand Alternativen. Von Anna Mazzalupi

Nur zwei Unterrichtstage sind für die 85 Schüler ausgefallen, die durch die Kurse der Volkshochschule (VHS) ihren Schulabschluss nachholen. Gestern fand bereits wieder der gewohnte Unterricht statt. Weil das Schulgebäude Hölterfeld kurzfristig seit vergangenen Donnerstag für die Ankunft von 300 neuen Flüchtlingen vorbereitet wird, musste auch die Abteilung aus der VHS weichen. Im Untergeschoss der Schule Bökerhöhe hat sie neue Räumlichkeiten. Allerdings ist noch nicht alles an Materialien eingeräumt. "Für uns Lehrer ist etwas schwierig, aber die Schüler stehen im Vordergrund", sagt Rudi Eickelpoth, Bereichsleiter für Schulische Abschlüsse der VHS.

Noch gibt es keine Computer oder Telefon. Erreichbar ist die Abteilung deshalb über die zentrale Verwaltung der VHS. Das sei alles nicht so schlimm, erklärt Eickelpoth gelassen. Mit dem neuen Standort zeigen sich alle zufrieden. "In Anbetracht der Kürze der Zeit, die uns zur Verfügung stand, ist es gut gelaufen", erklärt Nicole Hauser-Grüdl, Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums, auf Anfrage der BM.

Da die Klassenräume für den Unterrichtsbetrieb ausgestattet seien, musste von Hölterfeld nicht alles mitgenommen werden. Die Einrichtung des Lehrerzimmers, Unterlagen, Medien und elektronische Geräte wurden an zwei Tagen von einem Umzugsunternehmen eingeräumt und transportiert. Das Einsortieren übernehmen die VHS-Mitarbeiter während des laufenden Betriebs selbst. Für die Schüler haben die Lehrer unter anderem neue Bustickets organisiert. "Die Mitarbeiter haben ihr Bestes getan, um den unerwarteten Schulgebäudewechsel für die Schüler zu erleichtern", lobt Hauser-Grüdl das Engagement.

Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt und anderen Bildungseinrichtungen funktioniere gut. Einer der Integrationskurse konnte gestern am Berufskolleg Technik am Neuenkamp anlaufen. Weitere Unterrichtsmöglichkeiten, zum Beispiel für die VHS-Kunstschulkurse, sollen in Absprache mit der ebenfalls an der Bökerhöhe ansässigen Abendrealschule (Weiterbildungskolleg) abgesprochen werden. Für die momentan auf Eis gelegten Töpferkurse wird ebenso nach einer Lösung gesucht.

Der Hastener Turnverein habe für die Gymnastikkurse an der Sophie-Scholl-Schule sowie bei der Evangelischen Gemeinde eine Alternative für die entfallene Sporthalle Hölterfeld organisieren können, berichtet Hans Maier vom Vorstand. Für die Handballabteilung rücke man im Vereinsheim näher zusammen.

Weitere Möglichkeiten für offene Hallenstunden müssten noch im Gespräch mit der Stadt geklärt werden.

Quelle: RP
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