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Remscheid
Heimatbund pocht auf Radweg

Remscheid. Unverständnis für DOC-Verkehrsplanung/ Lüttringhauser Kino verfällt Von Stefanie Bona

Um den DOC-Verkehr abwickeln zu können, soll die Lüttringhauser Straße an der Blume mehrspurig ausgebaut werden. Warum man da nicht direkt in den Planungen die Errichtung eines Radwegs vorsieht, kann der Heimatbund Lüttringhausen nach wie vor nicht nachvollziehen. "Wir hatten sogar Gelegenheit, mit Verkehrsgutachter Frank Weiser über das Thema zu sprechen", berichtete Peter Maar, Vorsitzender des Bürgervereins, gestern bei einem Pressegespräch.

Selbst der Experte, der das DOC-Verkehrsgutachten erstellt hat, würde eine Spur für die Radfahrer an dieser Stelle als sinnvoll erachten. "Warum der Stadtrat und auch die Bezirksvertretung Lüttringhausen dem nicht folgen will, kann ich nicht verstehen", sagte Maar. Also hat der Heimatbund-Vorstand seinen Vorschlag noch einmal in die zweite Offenlage des Verfahrens eingebracht. Bei einem so umfangreichen Ausbau der Straße müsse man die Gelegenheit nutzen, dafür zu sorgen, dass Radfahrer gefahrlos den Weg von Lennep nach Lüttringhausen passieren können. Auch an anderer Stelle im "Dorf" sieht der Verein Handlungsbedarf. Seit Jahren steht das alte Lüttringhauser Kino an der Ecke Barmer-/Beyenburger Straße leer. Das Haus befindet sich in Privatbesitz und verfällt zusehends. Der benachbarte Parkplatz ist öffentlich. Dass für diesen Bereich Einzelhandel vorgesehen sei, lasse die Entwicklung stocken, zumal sich das Nahversorgungszentrum von dieser Stelle weg hin zur "Neuen Mitte" Lüttringhausens verlagert habe.

"Daher regen wir an, die Einzelhandelsnutzung nicht mehr zu verfolgen", erklärt Peter Maar. Vielmehr sei es sinnvoll, das Objekt abzureißen, die Grundstücke zusammenzufassen und Wohnbebauung vorzusehen. Den wegfallenden Parkraum könne man durch eine Tiefgarage ersetzen. Außerdem würden die Stellplätze ohnehin weniger von Besuchern der anliegenden Geschäfte und Ärzte als von Bahnpendlern genutzt.

Quelle: RP
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