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Remscheid
Heimatbund will mehr Grün statt mehr Parkplätze

Remscheid. Die Vorschläge der Stadt zur Neugestaltung des Rathaus-Umfeldes stoßen auf Kritik. Bürger reden am 30. Mai mit. Von Henning Röser

Nun liegen sie endlich vor, die Planungsvarianten für die schon lange geplante Umgestaltung des Rathausumfeldes in Lüttringhausen. Die Technischen Betriebe haben sowohl Vorschläge für die Fläche hinter dem Rathaus als auch für den verbliebenen Parkbereich hinter dem Neubau der Metzgerei Nolzen gemacht. Auch für den Bereich am Bandwirkerbrunnen liegen Vorschläge auf dem Tisch.

Vor allem die Pläne für den Bereich hinter dem Rathaus stoßen auf Widerstand. In einer Stellungnahme des Heimatbundes Lüttringhausen, der sich seit langem für die Verschönerung des Rathausumfeldes einsetzt, kritisiert der Vorsitzende Peter Maar, dass die Stadt viel Geld dafür ausgeben will, die Zahl der Parkplätze von 12 auf 20 auszubauen. Parkplätze gebe es aber im Umfeld bereits ausreichend, sagte Maar der BM. Bei Aldi gleich gegenüber seien meistens Stellplätze frei.

Der Heimatbund hat völlig andere Vorstellungen, will sich eher an historischen Vorgaben orientieren. Das Rathaus sei früher von einer Grünanlage umgeben gewesen. "Ein Schwerpunkt der Umgestaltungsplanungen sollte deshalb die Wiederherstellung einer Grünanlage hinter dem Rathaus sein", schreibt Maar.

Dass die im Haushalt bereit fest eingestellten 100.000 Euro nun vor allem für neue Stellflächen verwendet werden sollen, entspreche nicht dem Tenor der Vorgespräche, die der Heimatbund mit den TBR und der Unteren Denkmalbehörde geführt habe.

Viel besser gefällt dem Heimatbund eine andere Plan-Variante, die allerdings von der Stadt nicht favorisiert wird. Dabei würde ein bislang "total verwilderter Garten" hinter dem Rathaus in eine Grünfläche mit Aufenthaltqualität umgebaut. Leider habe die Stadt keine Hinweise gegeben, was diese Planvariante kosten würde. Maar bittet die Verwaltung, diese fehlenden Informationen für eine geplante Bürgerversammlung am 30. Mai nachzureichen. Dann könne die Politik das Thema noch vor der Sommerpause entscheiden.

Auf insgesamt rund 280.000 Euro summieren sich alle vorgeschlagenen Arbeiten. Weil aber nur 100.000 Euro im Topf sind, schlägt die Stadt vor, die Planungen Stück für Stück in den kommenden Jahren anzugehen. Das begrüßt auch der Heimatbund. Bedenke man, was in anderen Stadbezirken investiert werde, sei es angemessen, wenn die Stadt die Umfeldverschönerung komplett umsetze, sagte Maar der BM.

Frank Ackermann von den TBR gab gestern im BM-Gesprüch zu Bedenken, dass jede neue Grünfläche auch gepflegt werden müsse. Diese Folgekosten würden in Planungsprozessen oft vergessen.

Quelle: RP
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