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Remscheid
Heiterer Boxenstopp mit Django Asül

Remscheid: Heiterer Boxenstopp mit Django Asül
Das Beste aus 20 Jahren präsentiert der Kabarettist Django Asül bei seinem Programm Boxenstopp in der Klosterkirche. FOTO: Veranstalter
Remscheid. Der Kabarettist aus Bayern versteht sich als Fast-Remscheider. Er hat mal als Schüler ein Praktikum bei Edscha gemacht. Von Bernd Geiseler

Django Asül ist ein bayerischer Türke und kommt ins Bergische Land nach Lennep. Oder ist er ein türkischer Bayer? Egal. Wer es genau wissen will, soll die Augen schließen und ihm zuhören. Sein niederbayrischer Dialekt ist so weit vom Türkischen entfernt wie das Köllsche von der Münchener Mundart. Django Asül ist von ganzem Herzen Niederbayer und kann sich eine "Mordsgaudi" daraus machen, wenn ihn deutsche und andere Klischeedenker für einen Türken halten.

Der Kabarettist kommt zum ersten Mal in die Klosterkirche, obwohl er bereits 20 Jahre Bühnenerfahrung mit sich bringt. Er ist mittlerweile in vielen Medien präsent und wurde auch schon als Schauspieler bei den "Rosenheim Cops" gesichtet. Sein Programm in der Klosterkirche heißt "Boxenstopp" - ein Querschnitt aus 20 Jahren Bühnenprogramm. Aber keine Angst: Es werde kein Diaabend, sagt er.

Stattdessen präsentiere er die Klassiker aus diesen zwei Jahrzehnten. Die BM wollte von ihm wissen, mit welchem Vehikel er in der Klostergasse stoppt. Ein Vorschlag: Papamobil mit 400 PS in Blau-weiß vor. Auf Django Asüls Motorsound sind wir jetzt schon gespannt: 400 PS kämen ungefähr hin, sagt er. Und die Motorhaube schmückten für ihn als "bajuwarischer Patriot natürlich blau-weiße Rauten". Dass er "ganz sauberes Super bleifrei" auftanken müsse, störe ihn dabei nicht im geringsten: "Durch das CO2 kann jeder jederzeit einen Beitrag leisten, dass der Planet nicht auskühlt. Gerade ab Mitte Oktober ist das kein unerheblicher erfreulicher Nebeneffekt."

Tatsächlich, so kann nur ein echter Bajuware sprechen. Und eine Überraschung verriet er schon: Frei nach Kennedy könne er stolz behaupten: "Ich bin ein Remscheider", sagte er. Weil: 1988 leistete er einen Ferienjob bei der Firma Edscha in Hengersberg (Niederbayern). Edscha, mit Hauptsitz in Remscheid, war der größte Arbeitgeber in Asüls Heimatort. "So gesehen ist meine Heimat ein Vorort von Remscheid", sagt Asül. "Mehr emotionale Nähe geht definitiv nicht." Wenn also praktisch ein Fast-Einheimischer zu Lennep spricht, kann sich ganz Remscheid auf ihn freuen. Natürlich will er seine türkischen Eltern nicht verleugnen. "Früher war mein Vater Türke", sagt er. Und er selbst könne sich noch gut an seine erste 3000-Kilometer-Reise in die Türkei erinnern, um "vier Großeltern, neun Tanten, acht Onkel und Sonstige" kennenzulernen. Da war er gerade mal drei Monate alt und hatte schon seinen "privaten Gazastreifen".

In Lennep werde er sich besonders anstrengen: "Weil ich in zwanzig Jahren ziemlich sicher nicht mehr auf der Bühne stehen werde, sage ich mir natürlich: Das ist vielleicht dein einziger Auftritt in Remscheid. Also mach was draus."

Quelle: RP
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