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Remscheid
Hereinspaziert ins üppige Blütenparadies

Remscheid: Hereinspaziert ins üppige Blütenparadies
Mit Rosen, Gräsern, Stauden und Rasenflächen haben Doris und Wolfgang Kleuser ihren Garten gestaltet. Fast jeden Tag schauen sie nach dem Rechten, zupfen Verblühtes ab, jäten Unkraut und pflegen ihr kleines Paradies. FOTO: jürgen moll
Remscheid. Lüttringhauser Ehepaar Kleuser zeigt heute und morgen am Tag der offenen Gartenpforte, wie es sein Grundstück gestaltet hat. Von Stefanie Bona

Für Doris und Wolfgang Kleuser ist es eine Premiere: Heute und morgen laden sie die Öffentlichkeit in ihren Garten ein, der sich durch eine durchdachte Anlage und seine Vielfalt auszeichnet. Erstmals nimmt das Lüttringhauser Ehepaar an der "Offenen Gartenpforte" als Gastgeber teil. In der Vergangenheit tingelten sie selbst durch private Gärten, die bei dieser im Rheinland erstmals im Jahr 2002 ins Leben gerufenen Aktion für viele Gartenfans und Naturfreunde ein Ziel sind.

"Wir fanden es immer interessant, uns in anderen Gärten umzuschauen und haben auch viele Anregungen mitgenommen", erzählt Doris Kleuser. Diese Möglichkeit möchte sie nun anderen Interessierten geben.

Der Schwerpunkt im Kleuserschen, rund 700 Quadratmeter großen und direkt am Waldrand gelegenen Garten sind die Stauden, unter denen sich häufig eher unbekannte Arten finden. "Wir haben Spaß an Pflanzen, die nicht jeder hat", erzählt die pensionierte Lehrerin.

Die Rasenfläche ist in lockerer Form von Beeten durchzogen. Überall gibt es etwas zu entdecken. Mal ist es der von Blütenpracht umsäumte Sitzplatz, mal der Kräutergarten und dann sind es die handgefertigten Trittsteine aus der Werkstatt von Doris Kleuser, die die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen. Die Arbeitsteilung im Gartenparadies ist so, wie man sie sich gemeinhin vorstellt. "Meine Frau ist eher für die Gestaltung zuständig, während ich mich ums Grobe kümmert", erzählt Wolfgang Kleuser lachend. Doch ist die Gartenarbeit für beide ein Hobby und trägt zur Entspannung bei.

"Außerdem ist es interessant zu beobachten, wie sich die Pflanzen entwickeln", findet seine Frau. Um ein solches Kleinod anzulegen und vor allem auch tipptop in Ordnung zu halten, bedarf es des regelmäßigen Einsatzes. Beinahe täglich schauen die Kleusers im Garten nach dem Rechten, zupfen Verblühtes ab und suchen Schädlinge, denen - wenn möglich - mit natürlichen Mitteln und nicht mit der Chemiekeule zu Leibe gerückt wird. "Es gibt allerdings Fälle, da geht es nicht ohne", räumt Wolfgang Kleuser ein.

Dass es in Remscheid nur insgesamt drei Gartenliebhaber sind, die sich an unterschiedlichen Wochenenden an der "Offenen Gartenpforte" beteiligen, können sie nicht ganz nachvollziehen. "Es gibt in Remscheid so tolle Gärten mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Da ist es schade, dass nur so wenige teilnehmen", bedauert die Lüttringhauserin. Sie selbst hofft, dass sie andere Gartenfreunde mit ihrer Einladung ansprechen kann.

Quelle: RP
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