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Remscheid
"Hertie-Pläne" ohne Drogerie

Remscheid: "Hertie-Pläne" ohne Drogerie
Hinter dieser alten Buche sollen bald die Bagger anrollen. Der Investor errichtet einen neuen Anbau. Die Bezirksvertretung Lennep soll über eine Baumfällung entscheiden - es geht wohl nur um den kleineren Ahorn (r.). FOTO: jürgen moll
Remscheid. Investor Ten Brinke plant um. BV Lennep soll über Baumfällung im Hardtpark entscheiden. Von Solveig Pudelski

Der Umbau des früheren Hertie-Komplexes soll in Kürze beginnen. Ein Vorbote dafür ist eine Entscheidung, die die Bezirksvertretung (BV) Lennep kommenden Mittwoch treffen soll: Für eine Baumfällung im Hardtpark, direkt am Anbau des Gebäudes, benötigt die Verwaltung grünes Licht. Es zeichnen sich zudem Änderungen beim Bauvorhaben ab.

Dem Vernehmen nach soll der Investor, die TenBrinke Gruppe, auf den Streifen öffentlichen Bürgersteigs vor dem Anbau entlang der Kölner Straße verzichten und die dort geplanten Rollsteige zum Parkdeck nach innen verlegen. Dies führt offenbar zu Änderungen des Baukörpers und zur späteren Nutzung. Ursprünglich sollten Filialien von Edeka, Aldi und einer Drogeriemarktkette einziehen, letztere ist wohl nicht mehr im Rennen. Der Projektentwickler war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Aber im vergangenen Jahr hatte er verlautbaren lassen, dass man sensibel mit dem Areal umgehen wolle. Im Interesse aller Beteiligten lege man Wert darauf, die Belange aller - in erster Linie auch die der Öffentlichkeit und Bürger - zu wahren, hieß es im Oktober in einer Pressemitteilung von TenBrinke. Mit dem Streifen Bürgersteig an der Kölner Straße, der für den Bau eines Rollsteiges zum Parkdeck benötigt wird, werde man sensibel umgehen und im Zuge des weiteren Verfahrens das Gespräch mit Interessenvertretern suchen. Genau über diesen Streifen öffentlichen Gehwegs wurde im vergangenen Jahr in Lennep heiß diskutiert.

Zur geplanten Baumfällung: In der aktuellen Vorlage für die Lenneper Politik ist von zwei Bäumen die Rede, die "zu nah am geplanten Bauprojekt stehen": eine Buche mit einem Stammumfang von 3,80 Metern, und ein Ahorn (1,90 Meter). Die Wurzeln würden leiden. Nach Informationen der BM soll die imposante, alte Buche nun doch stehen bleiben, nur dem Ahorn droht das Aus. Auch Stadtplaner Robin Denstorff sprach gestern von einer neuen Vorlage zu diesem Thema, ohne ins Detail zu gehen.

Wie berichtet, plant TenBrinke eine grundlegende Sanierung des seit sieben Jahren leerstehenden, denkmalgeschützten Altbaus. Der Anbau soll abgerissen werden und durch einen Neubau auf geändertem Grundriss ersetzt werden. Die Pläne wurden bereits vorgestellt und in der Politik diskutiert.

Quelle: RP
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