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Remscheid
Hier entsteht die Kita Am Holscheidsberg

Remscheid: Hier entsteht die Kita Am Holscheidsberg
FOTO: Moll Jürgen
Remscheid. Auf dem ehemaligen Schulgelände baut die Volksbank Remscheid-Solingen ein neues Gebäude für die Kita Eberhardstraße, die derzeit in Modulen im Stadtpark unter-gebracht ist. Umzug ist im August 2017. Von Solveig Pudelski

Das alte Schulgebäude ist dem Erdboden gleichgemacht, Bagger stehen für Erdarbeiten bereit - 66 Mädchen und Jungen der Kita Eberhardstraße können in den nächsten Monaten miterleben, wie ihr neues, großes Domizil errichtet wird, bis sie es im August 2017 beziehen. "Wir legen Wert darauf, dass unsere Kinder auf den Umzug pädagogisch vorbereitet und nicht einfach verpflanzt werden", sagte Kita-Leiterin Katharina Wolf bei einem Pressegespräch auf der Baustelle. Auch die Eltern werden mit eingebunden. Denn es wird der zweite Umzug der Kita innerhalb weniger Jahre sein.

Der Neubau ist aus zweierlei Gründen ungewöhnlich: Zum einen ist die Volksbank Remscheid-Solingen erstmals Bauherr und später Vermieter eines Kita-Gebäudes. "Wir übernehmen auch die Patenschaft für die Einrichtung", kündigte Volksbank-Vorstandsvorsitzender Andreas Otto an. Zum anderen weil dort eine bestehende Kita einzieht, die ihr altes Domizil im Hauruckverfahren räumen musste: Als 2014 Schimmelpilzsporen im Gebäude Eberhardstraße entdeckt wurden, musste die Stadt als Träger rasch handeln. Zunächst konnte sie die drei Kita-Gruppen auf andere Einrichtungen verteilen, bis sie eine Übergangslösung bereit stellte in Form von recht komfortablen Container-Modulen am Stadtpark.

Das neue Gebäude wird größer und auf dem neuesten technischen Stand sein. Wie Volksbank-Architekt Andreas Bona erklärte, ist das zweistöckige Gebäude komplett barrierefrei geplant. Ein Aufzug sowie Raumgrößen und -ausstattung gewährleisteten dies. Bona: "Das ist ein großer Sprung nach vorne." Ausgelegt ist die 750 Quadratmeter Fläche für vier Kita-Gruppen. In allen Gruppen wird eine Betreuung von Kindern unter drei Jahren möglich sein. Das heißt, es gibt entsprechende Wickelecken, Nasszellen, Schlaf- und Nebenräume, die für die Betreuung der Kleinen benötigt werden. Jede Gruppe erhalte einen Außenzugang auf das 1000 Quadratmeter große Gelände, das mit bestehenden und neuen Geräten ausgestattet wird. Die Energieversorgung steht auf drei Säulen: Luft-Wärme-Pumpe, Gasbrennwerttechnik und Solarthermie, so dass rund ein Drittel aus regenerativer Quelle stamme. Bei der Farbgestaltung werden Kinder und Eltern mit einbezogen, versprach Bona.

Rund zwei Millionen Euro investiert die Volksbank. Ein zweites Gebäude auf dem Grundstück diene einer sozialen Nutzung. "Ich bin froh, dass es für die Kita ein Happy End gibt", sagte Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Erstmalig habe die Stadt einen neuen Investor, der zuvor an einem Ausschreibungsverfahren teilgenommen hatte. "Das ist nicht unser letztes Projekt. Wir suchen nach weiteren Standorten", kündigte Otto an. Neuhaus erinnerte daran, dass 700 neue Kita-Plätze geschaffen werden müssen.

Quelle: RP
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