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Remscheid
Hochsaison für die Straßenbauer

Remscheid: Hochsaison für die Straßenbauer
Die Baustelle an der Stockder Straße ist eine von vielen im Stadtgebiet. Dort wird eine Ferngasleitung verlegt. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Wenig Verkehr und gutes Wetter: Während der Sommerferien gibt es viele Baustellen in der Stadt. Anwohner und Autofahrer sind betroffen. Von Michael Bosse

Wenn andere in den Sommerurlaub fahren, herrscht für die Straßenbauer in Remscheid Hochkonjunktur. "Wir haben Bauwetter. Jetzt ist die Zeit, in der am meisten gebaut wird", sagt Bereichsleiter Straßen- und Brückenbau bei den Technischen Betrieben Remscheid (TBR), Gunter Breidbach. Die BM listet einige der größten Baustellen auf.

Die für Verkehrsführung und -belastung größte Herausforderung des Sommers stellt sich den Straßenbauern ab dem 27. Juli: Dann beginnen die Arbeiten an der Haddenbacher Straße unterhalb der Überführung der B 229. Auf einer Fläche von etwa 1.650 Quadratmetern wird neuer Niedrigtemperaturasphalt aufgebracht. Betroffen von den Sperrungen sind neben der Haddenbacher Straße auch die vier Rampen, die auf die Bundesstraße führen. Der Verkehr wird tagsüber einspurig an der Baustelle vorbeigeleitet. Nachts - wenn keine Busse fahren - wird die Baustelle komplett gesperrt. Die Bauarbeiten sollen bis Mitte August dauern. Den Verkehrsteilnehmern wird empfohlen, den Umleitungsschildern zu folgen, allerdings dürften Verkehrsbehinderungen kaum zu vermeiden sein.

An der Stockder Straße sind die Bauarbeiter derzeit schon aktiv: Dort wird eine Ferngasleitung verlegt. Die Arbeiten zur Sanierung der Fahrbahndecke über eine Länge von etwa einem Kilometer werden nach Angaben von Breidbach vermutlich erst in den Sommerferien kommenden Jahres folgen.

Über gleich drei Bauabschnitte erstrecken sich die Arbeiten in der Baisieper Straße. Derzeit wird in einer ersten Etappe der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeigeleitet. Für den zweiten Bauabschnitt zwischen Intzestraße und Strucker Straße wird der Abschnitt komplett gesperrt. "Da müssen die Anwohner mit Einschränkungen rechnen", räumt Bereichsleiter Breidbach ein. Während des dritten Bauabschnittes wird die Straße zu einer Einbahnstraße gemacht, Autofahrer in der anderen Richtung müssen auf die Breslauer Straße ausweichen.

Ein Volumen von 2,5 Millionen Euro haben die Bauarbeiten an derBrücke Linde in Lüttringhausen. Dort wird eine neue Brücke gebaut, die über die Bahngleise des "Müngstener" führt. Mitte August sollen dort drei zwischen 12 und 17 Tonnen schweren Betonfertigteile montiert werden. "Bis Ende des Jahres möchten wir mit den Arbeiten dort fertig sein", sagt Breidbach. Durch die Bauarbeiten sei vor allem der Lkw-Verkehr ins angrenzende Gewerbegebiet betroffen.

Auf längere Bauzeiten müssen sich auch die Anwohner in der Ringstraße in Lennep einstellen. Der Austausch der Strom-, Gas- und Wasserleitungen dauert länger als geplant. Breidbach rechnet damit, dass die vorgesehene Erneuerung der Fahrbahndecke erst im kommenden Frühjahr starten kann. Auf einer Strecke von etwa 850 Metern soll dort "Flüsterasphalt" aufgebracht werden. Die Kosten liegen bei rund 1,5 Millionen Euro.

Quelle: RP
 
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