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Remscheid
Hoffnung für drei neue Märkte am Hasten

Remscheid. Am 16. Juni fällt die Entscheidung über Ansiedlungspläne auf dem Gelände von Honsberg-Lamb. Von Henning Röser

Der Abriss der Werkshallen auf dem Gelände von Honsberg-Lamb ist derzeit eine kleine Attraktion auf dem Hasten. Durch den Bauzaun beobachten Väter mit ihren Söhnen, wie Lkw die Schuttmassen nach und nach abtransportieren.

Die Entscheidung darüber, ob auf dieser Brache ein Einkaufszentrum mit Fressnapf, Netto und dem Biomart Denn's entstehen kann, soll am 16. Juni im Hauptausschuss fallen. Bis dahin, so versprach Stadtplaner Robin Denstorff am Donnerstagabend in der Sitzung des Hauptausschusses, soll ein Gutachten darüber vorliegen, ob das Bauvorhaben mit dem städtischen Einzelhandelskonzept vereinbar ist. Das hat der Rat beschlossen, um die Ansiedlung von Einzelhandel steuern zu können. Die Stadt will keinen Präzedenzfall schaffen, indem man Ausnahmen erlaubt.

Einer erste Stellungnahme der Stadt vor ein paar Wochen fiel denn auch eher negativ aus. Der Investor dagegen legte ein Gutachten vor, dass die Vereinbarkeit mit den Vorgaben der Stadt attestiert.

Am Donnerstagabend klang ein erster Zwischenbericht von Denstorff positiver. Fazit: Es erscheint nicht unmöglich, dass am Ende grünes Licht für die Ansiedlung stehen könnte, die er als "grundsätzlich wünschenswert" für den Stadtteil bezeichnete. Allerdings stehen noch einige Prüfungen aus.

Käme es zu diesem vor allem von den Stadtteilpolitikern erhofften Ergebnis, wäre auch die vorsorgliche beschlossene Zurückstellung des Bauprojekts um maximal zwölf Monate vom Tisch. Darauf einigte man sich nach längerer Diskussion.

Bei diesem Zeitplan muss die Stadt auch keine Sorge haben, dass sie der Investor - wie an anderer Stelle in der Stadt schon geschehen - wegen "Untätigkeit" verklagt. Jörg Schubert vom Bauamt stellte klar, dass die Stadt sich in den gesetzlichen Fristen bewegt.

Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD) sagte, dass es zu dieser Zuspitzung nicht hätte kommen müssen, wenn die Stadt eher das Gespräch mit dem Investor, der Schoofs-Gruppe aus Kevelaer, gesucht hätte. Denstorff entgegnete, dass die Stadt sauber gearbeitet habe. Der Investor habe erst spät erklärt, dass er nicht einen, sondern drei Märkte an der Hastener Straße ansiedeln will.

Quelle: RP
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