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Remscheid
Humpert: "Das Theater muss selbstständig bleiben"

Remscheid: Humpert: "Das Theater muss selbstständig bleiben"
Dr. Christian Henkelmann geht 2018 in Pension. FOTO: Moll (archiv)
Remscheid. Nächste Woche stellt Kulturdezernent Christian Henkelmann den Spielplan für die neue Spielzeit am Teo Otto Theater vor. Es wird der letzte Spielplan sein, den er alleine als Theaterleiter zu verantworten hat. Er scheidet nächstes Jahr aus. Von Christian Peiseler

Nach der gerichtlichen Trennung von der damaligen Intendantin Dorothee Stürmer im Jahr 2009 hat Henkelmann die Position des künstlerischen Leiters selbst in die Hand genommen - neben seinem Amt als Kultur- und zwischenzeitlicher auch als Baudezernent. Kämmerer Sven Wiertz soll nicht nur Stadtdirektor werden, sondern künftig auch die Kultur verantworten. Doch die künstlerische Leitung des Theaters übernimmt er nicht. Wie soll es also mit der Kultur weitergehen? Für Karl Heinz Humpert (CDU), Vorsitzender des Kulturausschusses, ist es wichtig, dass es bei der Verteilung der neuen Zuständigkeiten in der Verwaltungsspitze nicht zu einer Aufteilung der Kulturinstitute an verschiedene Dezernenten kommt.

"Die Einheit, so wie sie jetzt besteht, soll erhalten bleiben", fordert Humpert im Gespräch mit der BM. Zum Aufgabenbereich des Kulturdezernats zählen in erster Linie das Deutsche Röntgenmuseum, das Historische Zentrum mit dem Haus Cleff, Stadtarchiv und Deutsches Werkzeugmuseum, das Teo Otto Theater sowie das Kommunale Bildungszentrum mit der Volkshochschule, den Bibliotheken und der Musik- und Kunstschule. "Das Teo Otto Theater muss selbstständig bleiben", sagt Humpert. Auch nach dem Ausscheiden von Henkelmann. "Das Programm muss von Remscheid aus gestaltet werden", betonte Humpert. Immer wieder kolportierte Überlegungen, die Spielplangestaltung von Solingen aus machen zu lassen, erteilte er eine klare Absage. "Das Teo Otto Theater ist die zentrale Kultureinrichtung der Stadt. Sie braucht ein eigenes Gesicht", sagte Humpert.

Er könne sich nicht vorstellen, dass diese Stelle verwaltungsintern aus dem Haus heraus besetzt werde. Der Kulturausschussvorsitzende spricht sich für eine öffentliche Ausschreibung aus. "Wir müssen die Position von außen besetzen", sagte er. Gegen Kooperationen bei einzelnen Projekten mit Solingen oder anderen Städten habe er nichts einzuwenden. Aber die Federführung für das Programm müsse weiter beim Theater bleiben. Der oder die Nachfolgerin von Henkelmann auf der Position der Theaterleitung muss mindestens bis 2021 mit dem jetzt festgezurrten Theateretat auskommen. So lange ist die Stadt an die Vorgaben des Stärkungspaktes gebunden. Aufgrund drastischer Kürzungen ist die Anzahl der Vorstellungen in dieser Spielzeit um ein Drittel auf nur noch 79 reduziert worden. Für die nächste Saison gibt es wieder eine Erhöhung um 50.000 Euro. Zurzeit liegt der Gastspieletat bei 330.000 Euro.

Quelle: RP
 
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