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Rollhockey
Derbyzeit in Cronenberg

IGR Remscheid: Derbyzeit in Cronenberg
Generationenduell: der junge Remscheider Alexander Ober (l.) gegen den routinierten Cronenberger Marco Bernadowitz. FOTO: Holger Battefeld
Remscheid. Am heutigen Samstag treffen die bergischen Rivalen IGR Remscheid und RSC Cronenberg in der Rollhockey-Bundesliga aufeinander. Von Andreas Dach

Rang eins ist inzwischen in Stein gemeißelt. Die IGR Remscheid wird von der Spitzenposition aus in die Play-offs um die Deutsche Rollhockey-Meisterschaft gehen, die am 21. April mit einem Auswärtsspiel beginnen. Bevor es ans Eingemachte geht, steht aber noch ein Pflichtspiel an, das einer gewissen Brisanz nicht entbehrt. Am heutigen Samstag um 15.30 Uhr muss die IGR zum ewig jungen Nachbarschaftsduell beim alten bergischen Rivalen RSC Cronenberg ran.

Das ist beileibe kein normales Spiel, das war es noch nie. Wahrscheinlich würde jeder Verständnis dafür haben, sollten es die Remscheider ein wenig gemächlicher angehen lassen, um eine Woche vor dem Ernstfall keine Verletzungsrisiken einzugehen. Genau das aber mag Trainer Marcell Wienberg so gar nicht gerne hören. Er sagt: "Wir wollen das Derby gewinnen und unseren 18. Sieg im 20. Saisonspiel feiern. Wer gegen den RSC nicht motiviert ist, der soll gleich zu Hause bleiben."

Niemand sollte und wird sich also zurücklehnen bei der IGR, für die die Begegnung einen willkommenen Härtetest vor den K.o.-Duellen bedeutet. Wobei der Begriff Härte durchaus passend ist: Im Hinspiel ging es ordentlich zur Sache, oft genug an der Grenze des Erlaubten. "Für meinen Geschmack war das ein wenig zu viel", erinnert sich Marcell Wienberg an das hektische Aufeinandertreffen in Hackenberg. Diesmal sollten bei der Ermittlung des Gewinners rein sportliche Dinge ausschlaggebend sein.

Die IGR wird gewarnt sein: Cronenberg braucht noch einen Punkt, um in der Endabrechnung den begehrten fünften Tabellenplatz zu belegen. Damit würde man im Viertelfinale Herringen aus dem Weg gehen und könnte sich mit den vermeintlich leichter zu bespielenden Düsseldorfern auseinandersetzen.

Auf alle Fälle zeigt die Formkurve der Wuppertaler nach oben. Was unter anderem mit der Genesung des erfahrenen Kay Hövelmann und der Verpflichtung von Otto Platz zu tun hat. "Wir werden gegenhalten", verspricht Wienberg, "und im Hinblick auf die Play-offs schon ein paar Dinge ausprobieren."

Ganz wichtig: Daniel Strieder ist gesund aus dem Skiurlaub zurückgekehrt und greift ins Derbygeschehen ein. Auch Max Richter, zuletzt dienstlich verhindert, steht zur Verfügung. Allerdings muss das Kraftpaket in diesen Wochen auf rollhockey-spezifisches Training verzichten – er hält sich aus beruflichen Gründen von montags bis freitags in Schwäbisch Hall auf. "Ich habe da allerdings schon ein Fitness-Studio für mich entdeckt", ließ Richter per Instagram wissen.

Für die nächste Saison muss sich die IGR nach einem neuen Torhüter umschauen. Der Holländer Joey van den Dungen steht dann aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. "Traurig, aber nachvollziehbar", bewertet Trainer Marcell Wienberg die Personalie. Er hält die Augen offen, wie die Position neben Jonas Langenohl zu besetzen ist. Joshua Dutt wird sich im Frühjahr 2019 studienbedingt nach Amerika verabschieden, Alexander Ober liebäugelt mit einem Auslandsjahr.

Quelle: RP
 
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