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Rollhockey
Konsequent auf die Jugend setzen

IGR Remscheid: Konsequent auf die Jugend setzen
Die IGR mit Kapitän Yannick Peinke trifft in der Halle Hackenberg auf den RSC. FOTO: Moll, Jürgen
Remscheid. Rollhockey-Bundesligist IGR Remscheid fiebert dem bergischen Derby gegen Cronenberg entgegen. Frauen haben Doppelspieltag. Von Andreas Dach

Die Machtverhältnisse im bergischen Rollhockeysport haben sich verschoben. Monat für Monat, Jahr für Jahr – immer ein wenig mehr. Wenn die IGR Remscheid morgen um 16 Uhr den RSC Cronenberg zum ewig jungen Bundesligaderby in der Sporthalle Hackenberg empfängt, ist sie favorisiert.

Das war nicht immer so, wurde mit strategisch guter Arbeit im Laufe der Zeit hart erarbeitet. Alles klar also mit einem Heimsieg gegen den alten Rivalen von den Wuppertaler Höhen? "Vorsicht", mahnt IGR-Coach Marcell Wienberg. "Das wird schwierig. Wir müssen schon so gut und sicher wie gegen Calenberg auftreten."

Lange Jahre hatte der RSC die Vormachtstellung innegehabt, keine Kosten und Mühen gescheut, um starke Spieler in die Alfred-Henckels-Halle zu locken. Die Zeiten, als das Geld locker saß, sind längst vorbei. Mittelweile setzen die Cronenberger auf das Remscheider Modell. Und damit konsequent auf den Nachwuchs. "Was bei denen in der U13, U15 und U17 nachkommt, ist beachtlich", hat Wienberg registriert. Bedeutet: Mittelfristig könnte der RSC in der Bundesliga wieder ganz oben angreifen.

Aktuell ist das (noch) nicht der Fall, obwohl die Mischung aus erfahrenen Akteuren (Jordi Molet, Marco Bernadowitz, Kay Hövelmann, Benni Nusch) und jungen Wilden immer für eine Überraschung gut ist. Zudem gilt Fynn Hilbertz (früher Krefeld) im Tor als Meister seines Fachs.

Für eine schmackhafte bergische Würze ist auf jeden Fall gesorgt. Emotionen dürften auch bei diesem Aufeinandertreffen nicht außen vor bleiben. "Wir haben Bock auf das Spiel", sagt Marcell Wienberg, der nach dessen auskurierter Daumenverletzung wieder auf Alexander Ober zurückgreifen kann. Der Kader ist komplett, sodass es bei der Nominierung wieder zu Härtefällen kommen wird. Nur einer darf sich sicher sein, im Kader zu stehen: der ehemalige Cronenberger Lucas Friese. Für ihn ist es eine besondere Partie.

Vor einer enormen körperlichen Belastung stehen die Bundesliga-Frauen der IGR Remscheid am Wochenende: Morgen um 18 Uhr müssen sie zum TuS Düsseldorf-Nord, tags drauf empfangen sie um 16 Uhr den RSC Darmstadt in Hackenberg. "Und das mit einem sehr dünnen Kader", wie Trainer Markus Feldhoff festhält.

Vor allem am Samstag ist es problematisch – da stehen ihm nur fünf Feldspielerinnen zur Verfügung. Weil Julia Krause abends dann aus Irland zurückkehrt, hat die IGR gegen Darmstadt eine Spielerin mehr an Bord. "Wir haben die bessere Mannschaft", bezieht Feldhoff seine Feststellung auf beide Partien. Ausschlaggebend könnte aber der konditionelle Aspekt werden. Der Düsseldorfer Sieg gegen Gera hat auch die Remscheiderinnen aufhorchen lassen. Er kam erst nach einem deutlichen Rückstand zustande. "Die geben nie auf", weiß Feldhoff.

Quelle: RP
 
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