| 00.01 Uhr

Rollhockey
IGR mit Kaltstart ins Familienduell

IGR Remscheid mit Kaltstart ins Familienduell
Der Holländer Joey van den Dungen hofft auf einen Einsatz im IGR-Tor. FOTO: Holger Battefeld
Remscheid. In der Rollhockey-Bundesliga geht die Saison bereits weiter. Frauen und Männer der IGR Remscheid müssen in Calenberg ran. Von Peter Kuhlendahl

Es ist ein Früh- beziehungsweise Kaltstart im wahrsten Sinne des Wortes. Bundesligist IGR Remscheid muss ohne eine einzige Trainingseinheit am Samstag (18 Uhr) zum ersten Meisterschaftsspiel des Jahres 2018 beim SC Bison Calenberg ran. "Wir hatten unsere letzte Einheit am 22. Dezember. Die Halle in Hackenberg ist noch geschlossen. Zum Glück konnten wir ein Trainingsspiel bei den Moskitos in Wuppertal machen", sagt IGR-Coach Marcell Wienberg und bedankt sich beim Ligakonkurrenten.

Doch diesen Umstand will der Trainer nicht gelten lassen. "Wir wollen das Spiel in Calenberg gewinnen und den Anschluss in der Tabelle nach oben nicht abreißen lassen", betont er und gibt damit ein klares Ziel vor. Allerdings weiß er, dass auf ihn und seine Schützlinge eine ganz schwierige Aufgabe wartet.

Dies allein schon wegen eines Calenbergers: Milan Brandt. Der Goalgetter der Gastgeber ist seit Jahren ein Ausnahmespieler in Deutschland. Allerdings kann der auch leicht die Lust am Spiel verlieren, wenn man konsequent gegen ihn agiert. Zwei Kandidaten dafür wären Max Richter und Fabian Selbach. "Allerdings müssen wir grundsätzlich in der Defensive sehr gut stehen. Und auch in der Offensive müssen wir besonnen agieren. Wenn wir ausgekontert werden, ist Brandt ein eiskalter Vollstrecker", erklärt Wienberg.

Eine besondere Brisanz kommt derweil noch durch einen familiären Umstand in die Partie. So hat der frühere IGR-Spieler und -Trainer Tonny van den Dungen als Coach in Calenberg angeheuert. Und aus Holland hat er seinen Sohn Rico gleich mit nach Niedersachsen genommen. Derweil ist sein Sohn Joey im vergangenen Sommer als Torhüter nach Remscheid gewechselt. Und genau dieser Umstand manövriert Wienberg in eine kleine Zwickmühle. "Joey brennt natürlich auf einen Einsatz gegen Vater und Bruder. Aber die kennen ihn natürlich in- und auswendig", betont der IGR-Coach, der sich wieder auf sein Bauchgefühl verlassen und wahrscheinlich erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden wird, wer zwischen den Pfosten hockt. Größere personelle Probleme gibt es bei den Remscheidern nicht. Einzig hinter dem Einsatz von Alexander Ober steht ein Fragezeichen. Er hat sich beim Schulsport eine Fingerverletzung zugezogen.

Wie die Herren müssen auch die Frauen der IGR am Samstag (15.30 Uhr) in der 1. Liga in Calenberg ran. Und natürlich konnten auch sie über die Feiertage nicht trainieren. "Das ist aber kein Problem. Nach der U 17-Europameisterschaft, an der vier Remscheiderinnen teilgenommen hatten, war eine Pause auch mal ganz gut", meint IGR-Trainer Markus Feldhoff.

In Niedersachsen wartet auf den Bundesliganeuling, der bisher in drei Spielen drei Siege einfahren konnte, allerdings ein ganz harter Brocken. "Calenberg ist seit Jahren die Nummer zwei in Deutschland hinter Iserlohn. Allerdings konnten sie die noch nie bezwingen", weiß Feldhoff, der sich auch nicht davon täuschen lässt, dass der Gegner in dieser Saison in fünf Spielen erst zwei Siege landen konnte. "Die hatten in den ersten Partien Probleme mit den Torhüterinnen. Das hat sich mittlerweile aber geändert", sagt der Coach.

Dennoch geht er optimistisch an die Aufgabe heran. "Wenn unsere Keeperin Caro Reinert wieder einen starken Tag erwischt und wir noch konzentrierter an die Aufgabe herangehen, ist was möglich." Bis auf die weiter verletzte Annika Zech steht dafür der komplette Kader zur Verfügung.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

IGR Remscheid mit Kaltstart ins Familienduell


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.