| 00.01 Uhr

Rollhockey
Peinke-Strieder-Show beim Kantersieg

IGR Remscheid: Peinke-Strieder-Show beim Kantersieg
Yannick Peinke (l.) und Daniel Strieder (Mitte) waren gegen Calenberg je viermal erfolgreich. FOTO: NH (Archiv)
Remscheid. Die IGR Remscheid feiert in der Rollhockey-Bundesliga 13:2-Erfolg gegen Calenberg. Die Damen unterliegen demselben Gegner mit 2:3. Von Peter Kuhlendahl

Tonny van den Dungen zeigte sich trotz eines zwischenzeitlich deutlichen Rückstands seiner Schützlinge gut gelaunt und trällerte in der Halbzeitpause einen Karnevalssong mit. Marcell Wienberg fand während der zweiten Halbzeit die Muße, sich auch mal um seinen dreijährigen Sohn Noah Alexander an der Bande zu kümmern. Szenen während des Bundesligaspiels am Samstagnachmittag, das die von Wienberg trainierte IGR Remscheid ohne Mühe mit 13:2 (9:1) gegen den SC Bison Calenberg, die Mannschaft von Tonny van den Dungen, gewann.

"Ich hatte in der zweiten Halbzeit zwar mehr erwartet, aber wir haben die Aufgabe erledigt. Wenn wir am nächsten Samstag Herringen empfangen, müssen wir uns jedoch deutlich steigern", betonte Marcell Wienberg nach der Schlusssirene. "Die Remscheider haben eine bärenstarke Mannschaft. Mit dem Ergebnis sind wir noch gut bedient", meinte Calenbergs Coach Tonny van den Dungen, der sich zudem darüber freute, dass sein Sohn Joey im Tor der IGR eine fehlerfreie Leistung zeigte und sein anderer Sohn Rico nach 18 Minuten zum 1:3-Zwischenstand für die Gäste traf.

Entschieden war die Partie im Prinzip schon rund 45 Minuten vor dem Anpfiff. Da blickte Wienberg erstaunt aufs Spielfeld, auf dem sich die Calenberger Rumpfmannschaft warm machte. Deren Topspieler Milan Brandt war zwar in der Halle und coachte im Vorspiel auch das Frauenteam des SC Bison, zog sich dann aber nicht um. "Er ist noch angeschlagen und will kein Risiko eingehen", meinte Tonny van den Dungen, der zudem noch auf eine Reihe von grippekranken Spielern verzichten musste. "Tja. Das dürfte nicht sehr stressig werden", entfuhr es daraufhin dem Remscheider Trainer.

Entsprechend einseitig verlief auch die erste Hälfte in der Halle Hackenberg. Da hieß es von Beginn an: Vorhang auf für die Peinke-Strieder-Show. Die beiden Ausnahmespieler legten sich gegenseitig munter auf, und sowohl Daniel Strieder (3./8./18./22.) als auch Yannick Peinke (17./20./20./24.) trafen viermal. Alexander Ober sorgte mit seinem verwandelten Penalty (24.) dann dafür, dass Hallensprecher Peter Kreidewolf auch mal einen anderen Namen nennen konnte.

Nach der Pause machten die Remscheider dann nicht mehr als nötig. Um die Chronistenpflicht zu erfüllen, sollen die Treffer von Fabian Selbach (29./41.), Max Richter (44.) und Joshua Dutt (48.) nicht unerwähnt bleiben. Der Rest war eine Trainingseinheit, die IGR-Kapitän Yannick Peinke aber gar nicht schmeckte: "Bei so etwas bekomme ich schlechte Laune. Wir haben viel zu wenig getan." Doch gegen die völlig überforderten Gäste reichte diese Leistung.

Wesentlich spannender ging es zuvor im Spiel der Bundesliga-Frauen der IGR zu, die ebenfalls auf den SC Bison Calenberg trafen und sich mit 2:3 (1:2) geschlagen geben mussten. "Schade. Da war mehr drin", meinte IGR-Trainer Markus Feldhoff, der allerdings mit dem Auftritt seiner Schützlinge vor der Pause nicht zufrieden war. Da ging es innerhalb von nur einer Minute turbulent zu. In der achten Minute gelang Celina Söhngen die IGR-Führung. Sekunden später setzte sie die Kugel an den Pfosten, und im Gegenzug kamen die Gäste zum Ausgleich. Vier Minuten vor der Pause war die Remscheider Abwehr erneut nicht im Bilde, und Calenberg traf erneut.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe mit Chancen auf beiden Seiten. Lea Steinmetz gelang in der 36. Minute der zwischenzeitliche Ausgleich. Zwei Minuten vor dem Ende schlugen die Gäste dann erneut zu und brachten die knappe Führung ins Ziel. Feldhoff: "Positiv ist, dass wir gezeigt haben, dass wir mit so einem Team mithalten können."

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

IGR Remscheid: Peinke-Strieder-Show beim Kantersieg


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.