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Remscheid
IHK stellt für Willkommenskultur einen Lotsen ein

Remscheid. "Die Flüchtlinge sind nicht die Fachkräfte von morgen, aber von übermorgen. Ihre Integration ist deshalb nicht nur gesellschaftlich notwendig, sondern auch eine große Chance für die Wirtschaft." Das betonte Thomas Meyer, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid, bei der "zweiten Bergischen Flüchtlings- und Integrationskonferenz". Circa 80 Teilnehmer, darunter viele Unternehmer, waren gekommen, um sich über die Möglichkeiten und Voraussetzungen für die Beschäftigung von Flüchtlingen zu informieren.

Carmen Bartl-Zorn, Leiterin des IHK-Geschäftsbereiches Aus- und Weiterbildung, informierte zunächst über die jüngsten Aktivitäten der IHK-Organisation, die unter dem Motto "Ankommen in Deutschland - Gemeinsam unterstützen wir Integration" stehen. Danach stellten Dr. Bettina Wolf, Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal und die Leiter der örtlichen Jobcenter Struktur und Arbeit der drei neu geschaffenen zentralen Anlaufstellen in den bergischen Großstädten vor.

Diese "Integration Points" sollen künftig dafür sorgen, den Behördendschungel für Flüchtlinge - aber auch Helfer und Unternehmer, die Flüchtlinge beschäftigen wollen, zu verringern. Deutlich wurde bei allen Vorträgen, dass eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit nur durch den Dreiklang von beruflicher Praxis, Qualifizierung und Sprache gelingen kann. Hier setzt auch die Bergische IHK an: Ein neuer Mitarbeiter beschäftigt sich seit kurzem mit der Kompetenzfeststellung und Qualifizierung von Flüchtlingen, ab Mai soll voraussichtlich noch ein "Willkommenslotse" eingestellt werden.

(BM)
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