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Remscheid
Im neuen Rettungswagen des DRK tötet Spezialnebel die Keime ab

Remscheid: Im neuen Rettungswagen des DRK tötet Spezialnebel die Keime ab
Modernste Technik für den Notfall bietet der neue Rettungswagen des DRK. FOTO: Michael Schütz
Remscheid. Knapp 200.000 Euro kostet das Einsatzfahrzeug, das auch über Allradantrieb verfügt. Auch sehr schwere Personen können transportiert werden. Von Anna Mazzalupi

Der weiße Lack glänzt noch richtig schön: Der neue Rettungswagen, kurz RTW, des Deutschen Roten Kreuzes Remscheid (DRK) besticht nicht nur durch sein Äußeres, sondern vor allem durch seine hochmoderne Ausstattung.

Das fünf Tonnen schwere Einsatzfahrzeug ist in vielerlei Hinsicht einzigartig im Bergischen. Ein besonders Merkmal ist der Patiententisch, bei dem die Ehrenamtler sowohl Wert auf den Komfort der Patienten als auch der Mitarbeiter gelegt haben. Denn: Durch den neuen Tisch können auch bis zu 360 Kilo schwere Hilfsbedürftige fast mühelos in das Innere gehoben werden - Standardwagen können nur bis 250 Kilo tragen.

Die Trage wird automatisch auf dem Ambulanztisch gezogen. "Der Mitarbeiter muss nur einen Hebel bedienen. Der Patient spürt keine Erschütterung wie früher, und für den Mitarbeiter gibt es keine Anstrengung", erklärt Daniel Dolz, Kreisbereitschaftsleiter, den Vorteil. Zudem verfügt das neue Auto über einen Allrad-Antrieb, der den Kräften die Einsatzfahrten im Winter erleichtert.

Neu ist auch die vollautomatische Desinfektionsanlage im Inneren. In 15 Minuten wird alles durch einen Nebel aus Wasserstoffperoxid gereinigt. "Damit werden auch Keime an Stellen abgetötet, an die man sonst nicht rankommt", sagt Dolz. Ein neues digitales Funkgerät mit Farbdisplay, eine vollautomatische Klimaanlage sowie zusätzliche LED-Lichter für eine bessere Sicht im Dunkel und als Warnung für den anderen Verkehr runden neben vielen weiteren Details die Ausstattung ab.

Zudem verfügt der neue Wagen zusätzlich über ein fulminantes Pressluft-Martinshorn. "Die Leute nehmen uns immer weniger wahr. Das Presslufthorn soll sie eher sensibilisieren, denn jede Sekunde zählt", betont Dolz.

Die Anschaffungssumme von rund 192.000 Euro wurde durch Spenden, eigene Sammelaktionen und Sanitätswachdienste des DRK sowie einer Spende in Höhe von 50.0000 Euro der Stadtsparkasse Remscheid finanziert. Rund 80.000 Euro muss das DRK mittels Darlehen noch abbezahlen. Aus Kostengründen wurden aus dem alten Wagen das Beatmungs- sowie EKG-Gerät übernommen, das aufgrund neuerer Technologien aber zwangsläufig irgendwann ausgetauscht werden muss. Der 14 Jahre alte Rettungsdienstwagen hat allerdings noch nicht ausgedient. "Er wird eine Dreifachnutzung haben: Zum einen als MediMobil, aber auch als Unfallhilfsstelle bei Veranstaltungen und auch als Krankenwagen", erklärt Rainer Morteln, DRK-Geschäftsführer.

Quelle: RP
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