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Remscheid
Im Ratskeller wird nun asiatisch gekocht

Remscheid: Im Ratskeller wird nun asiatisch gekocht
Inhaberin Chunzhu Zhou und ihr Mann Xiaogeng Chen bitten im umgebauten und neu gestalten Ratskeller zu Tisch. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Nach langem Leerstand hat nun ein chinesisches Pächterpaar die Regie übernommen. Von Stefanie Bona

Es hat lange gedauert, nun ist es geschafft. Der Remscheider Ratskeller hat nach langem Leerstand und Umbaupause neu eröffnet und verzeichnet seither an jedem Tag ein paar Gäste mehr. Am Abend sind häufig schon viele Tische in den komplett neu gestalteten Räumen besetzt.

Die aus China stammende Inhaberin Chunzhu Zhou und ihr Mann Xiaogeng Chen haben ihren Arbeitsschwerpunkt von Osnabrück nach Remscheid verlegt. 20 Jahre lang waren sie dort mit einem asiatischen Restaurant selbstständig, das sie nun an Verwandte verpachtet haben. In Remscheid bietet das Ehepaar nun ein asiatisches Buffet mit chinesischen Gerichten, japanischen Sushi und mongolischem Grill an. An einer meterlangen Theke können sich die Gäste bedienen und weiterhin einem Koch bei der Zubereitung über die Schulter schauen. Vom Ambiente des vormals rustikal anmutenden Ratskellers sind allenfalls die Großzügigkeit der Gasträume und die massiven Rundbögen übriggeblieben. Alles andere hat die Inhaberfamilie komplett restauriert und umgestaltet. Rund 200 Besucher können in den Räumen an neuem, in dunklen Farben gehaltenen Tischgruppen und Sitzecken Platz nehmen.

Im hinteren, etwas abgetrennten Bereich steht ein runder Tisch für bis zu 20 Personen, dessen Mitte sich dreht. Wie bei "Running Sushi" können die Gourmets hier bei wechselnden Speisen zugreifen. Auch der Eingang mit einem gläsernen Windschutz ist neu. Die sieben Stufen können gehbehinderte Kunden und Rollstuhlfahrer mit einem Treppenlift zurücklegen. "Das wurde schon einige Male in dieser Woche gut angenommen", berichtet Xiaogeng Chen.

Die zentrale Innenstadtlage hat die Betreiber motiviert, mittags das Buffet in etwas abgespeckter Version, dafür aber zum günstigen Preis anzubieten. Hier denken die Gastronomen vor allem an die Berufstätigen, die in ihrer Pause nicht so viel Zeit fürs Mittagessen haben. Abends gibt's dann die üppigere Variante mit dem kompletten Buffetangebot.

Einen weiteren Raum haben die Pächter zum "Musikraum" gemacht, in dem Gäste bei Familienfeiern oder Gesellschaften zusammen kommen können.

Bereits im März 2014 hat das Betreiberpaar mit der Stadt verhandelt. Die Auflagen des Denkmalschutzes und auch Schwierigkeiten bei der Lieferung des Materials brachten die Umbauarbeiten immer mal wieder ins Stocken. "Unsere Bodenfliesen kommen aus China. Plötzlich waren sie nicht mehr lieferbar, doch konnten wir doch bei einem halbfertigen Boden nicht plötzlich andere nehmen. Das hätte nicht ausgesehen", erzählt Xiaogeng Chen. Nun ist er froh, dass das Restaurant endlich eröffnen konnte. "Das muss sich nun erstmal bei den Remscheidern herumsprechen", hofft Chen nach einer langen Vakanz bei der Verpachtung auf die Neugier der Gäste.

Quelle: RP
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