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Remscheid
In neun Monaten zum Museumsprofi

Remscheid: In neun Monaten zum Museumsprofi
Diese sieben Kinder werden bald durchs Röntgen-Museum führen. Sie haben ihr Diplom als Museumsprofis bekommen (von l., hinten): Kevin, Fynn und Faris; (vorne v.l.): Anne, Julia, Philipp und Josephine. FOTO: Michael Schütz
Remscheid. Der Mini-Club des Deutschen Röntgenmuseums hat inzwischen 37 Mitglieder. Die Ausbildung wird ein Jahr ausgesetzt. Von Cristina Segovia-Buendía

Das Röntgen-Museum hat in den letzten neun Monaten sieben neue Museumsprofis ausgebildet, die in dieser Woche feierlich ihr Diplom erhielten. Im November werden die Grundschüler mit den übrigen 30 Kindern der vergangenen fünf Jahrgänge des hauseigenen Mini Clubs, eigene Kinderführungen durchs Museum leiten.

Feierlich nahmen die beiden neunjährigen Julia Heming und Fynn Budych, sowie die fünf zehnjährigen Anne Kirchhoff, Philipp Jakobeit, Faris Noah Schöller, Kevin Sindern und Josephine Schlicker ihr Diplom als neue Museumsprofis entgegen. Neun Monate hatte ihre Ausbildung gedauert: Alle zwei Wochen erschienen sie nach der Schule im Röntgen-Museum, lernten Interessantes über Physik und den menschlichen Körper, über Röntgenstrahlen und ihren Entdecker Wilhelm Conrad Röntgen. Mit ihrem neuen Wissen und den beigebrachten Kniffen in Sachen Museumsführung sind die Kids nun in der Lage, Gruppen durch insgesamt fünf Räume des Museums zu führen.

Und sie freuen sich drauf, wie die frisch-diplomierten Museumsprofis erzählten: "Ich bin jetzt total aufgeregt vor meiner ersten großen Führung", sagte Josephine Schlicker. Ihre Probeführungen im April hatten schon gut geklappt. Spaß hat allen die Ausbildung gemacht und ihr Interesse für Physik und Medizin sei auch geweckt worden. "Ich könnte mir gut vorstellen, später etwas mit Physik zu machen", sagte Kevin Sindern. Sein Lieblingsraum bei der Führung ist der Hobbyraum des Entdeckers: "Ich finde das Leben von Röntgen sehr interessant. In diesem Raum erfährt man viel über ihn, dass er zum Beispiel gerne gewandert ist und gepicknickt hat und gerne fotografierte."

Für Anne Kirchhoff ist es eher der Nobelpreisraum: "Weil der so schön rot ist, und weil man sehen kann, was Röntgen zur Verleihung getragen hat." Mit den aufgeweckten Kindern macht eine Führung durchs Museum besonders viel Spaß. Das sei auch das angestrebte Ziel des Mini-Clubs, der 2011 gegründet wurde, um Kinder schon im jungen Alter für das Museum zu begeistern und Führungen auf Augenhöhe für junge Besucher anbieten zu können. Ein Konzept, das aufgegangen ist, sagt Dr. Stefanie Mehren-Baehr, Diplom-Physikerin und Museumspädagogin.

"Die Kinderführungen an jedem ersten Sonntag im Monat werden gut besucht und auch zu Kindergeburtstagen speziell gebucht." Dennoch wird im kommenden Jahr die Ausbildung ausgesetzt. Zu groß sei mittlerweile der Pool an Museumsprofis, um jedes Mitglied in regelmäßigen Abständen auch einzusetzen zu können . Doch der Einsatz im Museum sei für die Motivation der Kinder wichtig.

Quelle: RP
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