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Remscheid
"Integration Point" in der Kraftstation

Remscheid. Die Stadt plant, in den Räumen des Jugendzentrums Kraftstation an der Honsberger Straße einen so genannten Integration Point einzurichten. Dort sollen Flüchtlinge, die arbeitsfähig sind, zentral beraten und, wenn möglich, in Arbeit oder in Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen vermittelt werden. Das berichtete Sozialdezernent Thomas Neuhaus am Dienstagabend im Sozialausschuss. Die CDU hatte nachgefragt, welche Schritte die Stadt plant.

Neuhaus rechnet damit, dass die neue Einheit im "ersten Quartal" des kommenden Jahres an den Start gehen kann. Ein entsprechendes Konzept des Jobcenters stehe "unmittelbar vor der Fertigstellung", sagte der Sozialdezernent.

Die Idee ist, dass Mitarbeiter der Ausländerbehörde, des Jobcenters und der Bundesagentur für Arbeit sich dort gemeinsam um die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt kümmern. Das Jobcenter soll für diesen Auftrag fünf zusätzliche Mitarbeiter bewilligt bekommen.

Neuhaus betonte, dass es Ziel der Stadt sein müsse, die arbeitsfähigen Flüchtlinge so schnell wie möglich in Arbeit zu bekommen. Andernfalls haben sie einen Anspruch auf Sozialleistungen. Diese zusätzlichen Zahlungen würden die ohnehin schwierige Finanzlage der Stadt verschärfen.

Wie zur Illustration dieser Aussage mussten die Politiker im weiteren Verlauf der Sitzung zusätzliche zwei Millionen Euro für Transferleistungen bewilligen. Die Stadt ist mit ihrem Ansatz für 2015 nicht ausgekommen, weil die Zahl der Bedarfsgemeinschaften trotz zuletzt guter Konjunkturlage weiter gestiegen ist. Aktuell werden rund 12.000 Menschen in Bedarfsgemeinschaften vom Jobcenter betreut.

Die Lage verschärft sich, weil sich nach den negativen Auswirkungen der Russlandkrise nun auch das Chinageschäft der heimischen Wirtschaft verschlechtert hat.

(hr)
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