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Remscheid
Integrationsplan als "Wegweiser" für Flüchtlinge

Remscheid. Für Sven Wolf, NRW-Landtagsabgeordneter der SPD-Fraktion, war eines schon im Vorfeld klar: "Als es darum ging, wo wir in Remscheid das Thema 'Integrationsplan' diskutieren könnten, haben wir uns sofort für den Honsberg entschieden. Es gibt in Remscheid wohl keinen anderen Stadtteil, in dem Integration so gelungen gelebt wird wie hier", sagte Wolf bei einer Veranstaltung aus der Reihe "Fraktion vor Ort". Das Thema im kleinen Saal im Neuen Lindenhof lautete "Vom Flüchtling zum Nachbarn" und drehte sich um das Thema Integration in NRW. Von Wolfgang Weitzdörfer

Rund 30 Interessierte erlebten eine interessante Podiumsdiskussion mit Yurdakul Kaya und Erden Ankay-Nachtwein vom Integrationsrat der Stadt, Andrea Staudt vom Awo Familienbildungswerk Bergisch Land und Daniela Krein vom Verein BAF (Begegnen, Annehmen, Fördern), die aus ihrem Alltag erzählten und wie sie Integration erleben.

Zuvor legten Wolf und der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Hans-Willi Körfges, die Eckpunkte des Integrationsplans vor, die im Landtag derzeit diskutiert und noch vor der Sommerpause verabschiedet werden sollen. "Wichtig sind vor allem die Punkte: Ankommen. Mehr als Sprache, passgenaue Qualifizierung und Zusammenleben im Quartier", betonte Wolf. Bereits in den 70er Jahren habe es einen Integrationsplan gegeben, den man heute noch genauso unterzeichnen könne. Die Integration sei in NRW auf einem guten Weg: "Wir haben viel geschafft, aber noch lange nicht alles." Damit spielte er auf die Themen Gesundheitskarte für Flüchtlinge und Aufbau kommunaler Integrationszentren, sozialer Wohnungsbau und den Ausbau frühkindlicher Bildung.

Dass Bildung bei Integration von großer Bedeutung sei, bestätigte auch Ankay-Nachtwein, die zudem die Bemühungen der Regierung lobend hervorhob: "Wir stehen in den Schulen so gut wie nie da. Es sind genug Stellen da - mit dem Schönheitsfehler, das wir sie derzeit nicht besetzen können." Alle Anwesenden betonten die Wichtigkeit von "Wegweisern" für Flüchtlinge und Migranten. Kaya: "Der Integrationsplan soll und muss ein Wegweiser sein."

BAF-Geschäftsführerin Krein betonte den Anspruch des Vereins, Ansprechpartner zu sein. "Für alle, sowohl für die Flüchtlinge, als auch für die Nachbarn, die plötzlich mit Menschen aus anderen Kulturkreisen konfrontiert sind." Ein "Wegweiser für Flüchtlinge" könne das Zusammenleben erleichtern.

Quelle: RP
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