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Remscheid
Investitionshilfe vom Bund könnte in marode Straßen fließen

Remscheid. Die Remscheider Straßen sind deutlich stärker abgenutzt als die in vielen anderen Kommunen. Mit einem Abnutzungsgrad von 65 Prozent liegt die Seestadt auf dem Berge auf einem traurigen Spitzenplatz. Nur bei fünf Kommunen sieht es noch schlimmer aus. Noch auffälliger sind die geringen Investitionen ins Straßennetz. Hier liegt Remscheid im Städtevergleich fast auf dem letzten Platz. Von Henning Röser

Während das Straßennetz jährlich acht Millionen Euro an Wert verliert, lagen die Ansätze im Haushalt für Investitionen zwischen 20.000 und 250.000 Euro im Jahr. Im Mittelfeld bewegt sich die Stadt nur im Feld der Straßenunterhaltung. Darunter fallen Ausgabe etwa für neue Fahrbahndecken wie zuletzt an der Haddenbacher Straße. Zu diesem Ergebnis kommt das Gemeindeprüfungsamt, das regelmäßig die Haushalte von Kommunen in NRW vergleicht.

TBR-Betriebsleiter Michael Zirngiebl, zu dessen Bereich seit 2014 auch die Straßen gehören, regte in der Sitzung des Betriebsausschuss an, Gelder aus dem geplanten Investitionsfördergesetz des Landes in die Erneuerung des Remscheider Straßennetzes zu investieren. Das Gesetz nenne dieses Thema ausdrücklich als Feld für Investitionen. Als mögliche Schwerpunkte nannte Zirngiebl die viel befahrenen "Hot Spots" Freiheitstraße. Ringsstraße oder die B 51 in Bergisch Born. Bei letzterer könne man das Thema gut mit den geplanten Kanalbaumaßnahmen verbinden. Am Ende hätte die Stadt einen neuen Kanal und eine neue Straße, sagte Zirngiebl der BM.

Gefördert werden soll nach dem Willen des Bundes, der das Geld zur Verfügung stellt, der Einsatz von Flüsterasphalt. Das passe gut zum aktuellen Lärmaktionsplan der Stadt, sagte Zirngiebl. Das Thema Lärmbelastung durch Verkehr sei an solchen Hauptverkehrsachsen ein wichtiges Thema.

Quelle: RP
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